50 Kommentare

  1. Lisbeth schreibt am :

    Klasse diese Karikatur! Ich bin immer noch am Lachen!
    Das trifft den Nagel auf den Kopf.

    Der Anfang des Endes des 2. Weltkrieges wurde am 5. Mai gemacht mit der Teilkapitulation der deutschen Wehrmacht in den Niederlanden.

    Der Krieg gegen Kinder geht immer noch weiter. Arbeiten wir eben weiter für die Veränderung der Gesetze, für die Aufhebung der Verjährungsfristen. Nicht verbissen, sondern mit einer guten Dosis Humor.

  2. Lili schreibt am :

    Ich kann mir nicht helfen, aber mir bleibt da das Lachen im Hals stecken…

    Ich finde Karikaturen doch eher unpassend bei diesem Thema, tut mir Leid…

    Kämpfen wir nicht gerade darum endlich ernst genommen zu werden??

  3. Angela Ebert schreibt am :

    Diese Karikatur ist stimmig, der IST-Zustand in diesem unseren Land das sich Bundesrepublik Deutschland nennt. Viel ist nicht mehr stimmig, fällt mir dazu ein! Ist Gewalt durch Drohungen nicht eine Straftat? Ist das Wissen um diese Strafbarkeit nicht eine Strafvereitelung im Amt?

    StGB § 13 Begehen durch Unterlassen – der Anfang von Tat-Beschreibungen im StGB!

    Das StGB ist voll mit eindeutigen Tat-Beschreibungen, Amtsträger müssen nicht, wollen nicht, sollen nicht, keine Ahnung was sich in deren Köpfen so abspielt? Ein gefährliches Spiel ohne Grenzen, auch darin spiegelt sich die Risiko-Bereitschaft in unserer Gesellschaft grundsätzlich wieder, und die Suche nach dem ultimativen Kick. Gesund ist das nicht, meine ich.

    Die Werbe-Kampanien unserer Fußballer-Ikonen gegen Ausgrenzung, gegen Diskriminierung, greifen wohl nicht? Vielleicht weil es so leicht geworden ist durch Sozial-Gesetze zielführend herabzuwürdigen?

    Karikaturen sind eine tolle Idee, das Lachen befreit, besser geht es nicht auf diese Gewalt in unserer Solidar-Gemeinschaft hinzuweisen.

    Da kriegen unsere staatlich beauftragten Missbraucher vielleicht auch mal was zu lachen UND einen Spiegel vorgehalten was denn ihre rechtswidrigen Aufgaben sind. Mir würde das Lachen im Halse stecken bleiben, wäre ich an deren Stelle. Empfindlich darf man bei diesem Job nicht sein, oder? Also nicht`s für mich!!!
    Mit einem Bein immer im Knast darf einem nicht der kleinste Fehler passieren, das hat Klasse! Es zeigt das gesellschaftliche Niveau der heutigen Zeit, den IST-Zustand von Staat und Kirche, einer Einheit der Abwehr aus Kostengründen. Naja, die Überwachungs- und Exekutions-Drohnen mussten ja entwickelt werden und viele andere Überwachungs-Techniken zum Wohle des Volkes, besonders der diplomatisch Geschützten, der Politischen-Gestalter und ihrer willigen Gehilfen in Amt und Würden.

    Super Einstand, so kann es weiter gehen!

  4. Solange es ein Opfer nicht zum Suicid führt ist es geistvoller schwarzer Humor. Der Künstler Manuel Nordus hat in meiner Satire „PAPST EDUARD!“ auch so manch brauchbare Karikatur hinterlassen.

    Norbert Denef schrieb seinerzeit dazu ein treffendes Vorwort: http://netzwerkb.org/2011/09/25/papst-eduard-i/

  5. Georg schreibt am :

    Witzig ist die Karikatur nicht, soll sie aber glaube ich auch nicht.

    Aber sie bringt die Sache auf den Punkt, insofern ein prima Mittel.
    Und nach langjährigem Appell an Vernunft / Einsicht / Weisheit / Empathie / politischer Machbarkeit ein folgerichtiger Schritt.

    Gute Idee also!

  6. seja schreibt am :

    Sehr gut!!! Ich finde Karrikaturen, wenn sie gut und intelligent gemacht sind sehr gut, denn sie erreichen die Menschen nochmal anders als ein langer Artikel es tun würde, sie gehen gleich ins Blut und sagen mehr als tausend Worte. Ich kann in diesem Fall nicht lachen, ich sehe das wie ein Bild, das sich unglaublich schnell einprägt und sofort wirkt und die Message ist klar. Sehr gut gemacht! Ich finde diese Karrikatur sehr gut.

  7. Ich bin Corrie Wolters aus den Niederlanden.
    Wissen Sie das hier in Holland die 5. Mai, also heute, Befreiungstag ist? Definitiv Kriegsende, Ende der Deutschen Diktatur?
    Jetzt gibt’s im Fernsehen wieder ganz viele Geschichten – und alte Leute die immer noch emotional werden – ganz heftig – auch nach 70 Jahre. Ich habe auch noch so einiges davon mitgekriegt.
    Ich weiß nicht ob es hier missbrauchte Leute gibt die die NetzwerkB Information lesen.
    Wer ist befreit? Der Täter??
    Mein Vorschlag: ändere das Datum um ein paar Tage.

  8. Noch eine kleine Bemerkung: Hier in Holland war gestern übers ganze Land die Erinnerung an alle Ermordeten und Verstorbenen, auch die Opfer des Holocaust, mit ebensoviele Trauerfeier. Ist jedes Jahr so. Jetzt tut mir den Magen weh… Kriegsende, der 5. Mai gleichsetzen mit Verjährungsfrist geht m.E. nicht, wie absolut schlimm seksueller Gewalt auch sei……. Ich hoffe man versteht was ich meine.

  9. hildegard schreibt am :

    Gut! Noch sieht Rechtsprechung so aus. Das muss sich ändern.
    Denn die Mehrheit der Bevölkerung weiß:

    An den Galgen gehören die Verjährungsfristen bei Seelenmord!
    Und ja, es IST Strafvereitelung im Amt, das Wissen um Strafbarkeit und der Täterschutz. Das Recht beugt der Staat, der falsche Gesetze und Folter ungesühnt zulässt, trotz besseren Wissens.

    Wo in einer Religion Toleranz missbraucht und ein Mensch verachtet werden darf, sind Fundamentalisten am Werk.
    Wo Recht, Würde und Freiheit eines Menschen per Gesetz missachtet werden dürfen, da macht der Staat sich als Mittäter schuldig.

    Von FINALER AUFARBEITUNG können bisher eigentlich nur die US-Kirchen reden – weltweit werden die Gerichte also nach dem Muster der US-Justiz vorgehen müssen – wenigstens diese Überlebenden s.G. kamen zu ihrem RECHT! …! …

    Konsequent jeden Täter und alle Täterschützer persönlich zur direkten Verantwortung zu ziehen, sie/ihn für verursachte Schäden ‚bis ultimo‘ zahlen zu lassen – das könnte den schrecklichen Spuk beenden, das könnte hier der erste Schritt in eine wirklich zivilisierte Welt sein.

  10. Frank12345 schreibt am :

    Hallo, künstlerisch, zeichnerisch, sehr schön.
    Das Thema wird auch gut angegangen.
    Allerdings fehlt mir etwas die „KÜRZEWÜRZE“ ;o)

  11. Helene schreibt am :

    Habe es live erlebt,als der Bischof zu mir sagte:“Sie können es ruhig zur Anzeige bringen,es ist sowieso verjährt!Wir regeln es
    auf unsere weise.“( der Pfarrer wurde in eine andere Gemeinde
    versetzt und machte Kinder und Jugendarbeit !!!)
    Es müssten noch viel mehr solcher Karikaturen geben und an die
    Öffentlichkeit gebracht werden.
    Für mich ist es eine sehr treffende Karikatur,die ins „schwarze“ trifft!!!

  12. Wee Lanchee Anwa schreibt am :

    Als ehemalige Betroffene habe ich so meine Probleme mit einer Karikatur. Ich glaube, dass die gute Absicht bei denjenigen, die aufmerksam gemacht werden sollen, nicht ankommt. Viel eher könnte die Reaktion sein: Siehste, wenn die schon selbst Witze machen, kann es doch nicht so schlimm gewesen sein.

  13. Nancy Winzer schreibt am :

    Perfekt! Leider ist dies die Realität.

    Um den ganzen noch einen drauf zu setzen würde ich dem Täter eine weiße Weste verpassen. Schließlich halten sie sich immer für unschuldig.

  14. Gysi schreibt am :

    Als Betroffener sehe ich es genau so wie Lili. Ist sicherlich Geschmack Sache

  15. Elfi Haase schreibt am :

    Es ist zwar leider wahr, ist ein Opfer tot, ob vom Täter oder durch Suizid, bekommt es vollste Aufmerksamkeit, kurzzeitig. ABER ich kann darüber auch nicht lachen, mein Sohn befindet sich seit Februar in stationärer Behandlung, versuchte Strangulation, 1988 hat bereits mein Schwager so seiner Qual ein Ende gesetzt. Humor habe ich noch, Galgenhumor ist mir abhanden gekommen. Aber Satire über Täter finde ich gut.

  16. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Genauso läuft es…..in der Odenwaldschule war das bewährte Taktik…..notfalls wurde zwischendurch,bei drohender Gefahr für den Täter und die Täterorganisation und deren Freunde die Psychiatrie bzw. das Strafrecht und Justiz bemüht…so wurde nie ein Täter belangt…alles Ehrenmänner bis heute…siehe auch „protestantische Mafia“!!!!

  17. eliana schreibt am :

    Bei einer guten Karikatur zu einem ernsten Thema muss einem das Lachen im Hals steckenbleiben. Nur dann ist sie gut. Erinnert euch an Charlie Hebdo …
    Also: Ich finde diese Karikatur klasse!

    JE SUIS CHARLIE – Die Kunst ist eine Schwester der Freiheit (Friedrich Schiller)

  18. hildegard schreibt am :

    Hilfe, ihr Künstler!
    Zeigt deutlich auf Machtmissbräuche, zeichnet und überspitzt, wie der Absolutheitsanspruch des „großen Geldes“ es ist, der unsere Sozial-Strukturen kaputt macht, wie Leugnen und Vertuschen regieren.
    Schwarze Zahlen wurden wichtiger als LEBEN.
    Fußball heißt nicht mehr Spiel, wurde aggressive Bereicherung.
    Reiche werden reicher – Bedürftige bleiben ohne Chance.
    Die Ausgrenzung verletzt.
    Die Grenzziehung tötet.
    Die Kriminalität wuchert.
    Die Gehälter von Beamten werden gekürzt.
    Die Bildungsmisere schreit zum Himmel:
    Kinder leiden und verwahrlosen, werden krank oder kriminell.

  19. Frank12345 schreibt am :

    Schade, dass die Zensur hier, Kritiken, die keine Lobgesänge sind, einfach streicht, passt irgend wie nicht zum Sinn dieser Website.
    _______________________________________
    Anmerkung vom netzwerkB Team:

    Kommentare werden nur „gestrichen“, wenn sie mit dem Thema des zu kommentierenden Artikels nicht zu tun haben und wenn sie persönliche Angriffe beinhalten. Dieser Respekt gebührt insbesondere auch den Autoren des Hauptbeitrages.

  20. ela schreibt am :

    solche dinge kann man nicht fotografieren, also ist eine zeichnung perfekt. und jeden tag, der vergeht, gibt es tausende taeter auf der welt, die den verjaehrungstag im stillen feiern und tausende opfer, die im stillen sterben, tot oder lebendig!

  21. Pit Van CalvinII schreibt am :

    Mit dem Schmunzeln zum wahren Thema gelingt mir das nicht, aber ich zeichne selbst, manchmal auch Karrikaturen, und finde es sehr wichtig, auch in dieser Form Kritik an bestehenden, unsäglichen Systemen zu nehmen. Je mehr Formen des Ausdrucks man verwendet, desto höher wird die Chance, gehört, gelesen, verstanden zu werden. Und wie viele Worte ein gutes Bild ersparen kann, wie es mit einem Blick erfassen lässt, wo die Dornen in unserem Rechtsstaat sitzen, das kann so viel schneller klar gemacht werden.

    Karrikaturen müssen nicht zwingend lustig sein. Sie ziehen das Augenmerk auf auch eklatante Zustände, wie diese der „Verjährung“ von Mord an der Psyche verkörpern. Die sich aufhängende „Aufarbeitung“ ist daher nicht allzu weit vom Wirklichen (so Einiger ) entfernt. Die Justiz interessiert sich nur nicht dafür, wie viele Opfer über lange Sicht damit nicht fertig werden, was sie durchlebt haben. Vor allem nicht im Wissen, dass der oder die Täter so große Chancen erhalten, ungeschoren davon zu kommen.

  22. eliana schreibt am :

    Corrie Wolters aus den Niederlanden hat mich nachdenklich gemacht. Ich muss ihr recht geben, auch wenn ich ansonsten die Karikatur sehr gut finde. Daher meine Bitte an den Künstler/Cartoonisten, den internationalen Kontext zu bedenken und das Kalenderdatum zu ändern.

  23. Danke Eliana, du verstehst was ich meine.

  24. Karl Görtz schreibt am :

    Da fehlt noch der amtierende Justizminister Heiko Maas huckepack auf des Täters Rücken.

  25. Claudai schreibt am :

    Hallo Corrie,

    eigentlich passt das Datum genau. Denn eine Verjährung gibt es nicht für Leid. Und schon mal gar nicht für das Leid, dass im Krieg angerichtet wird.

    Ob das jetzt der Krieg der Täter gegen die Rechte der Opfer ist oder der zweite Weltkrieg.

    Gerade weil in den Niederlanden die Betroffenheit so groß ist, sollten doch niederländische Missbrauchsopfer die Bedeutung verstehen….

    Und ich weiß, wovon ich rede… ich bin mit einem Niederländer verheiratet, dessen Familie mir auch am 05. April nicht vergibt, sondern die beweint, die sie im Krieg verloren haben. So wenig, wie ich meinem davon gekommenen Täter vergebe. Und das beweine, was hätte mein Leben sein können.

    Ich mag die Karrikatur nicht sonderlich, aber sie ist treffend.

  26. Claudia schreibt am :

    @Karl Görtz,

    genau umgekehrt sollte es sein… Heiko Maas trägt den Täter auf seinem Rücken gemächlich zum Kalender!

  27. Hi Claudia, wenn du hier gewesen wäre, dann hättest du erlebt wie hier was und warum gefeiert wird am 5. Mai, jedes Jahr aufs neue. Und es wird nur stärker, weil langsam auch ermorderten holländische Soldaten in z.B. Afghanistan in der heutigen Zeit mit eingeschlossen werden. Jetzt Kriegsende, Befreiung kombinieren mit sexueller Gewalt in die Katholische Kirche, wird kein Thema werden, wird bestimmt ‚untergeschneit‘ wie wir sagen. Schlimmer noch, keiner wird davon an diesen Tage reden. Und dann erreicht man nur das Gegenteil – das wäre erst recht schlimm.

  28. eliana schreibt am :

    Ich habe beim ersten Betrachten der Karikatur das Datum für rein zufällig gehalten und denke immer noch, dass der Karikaturist es nicht bewusst als Hinweis auf das Ende des WK2 gesetzt hat. Vielleicht kann er uns hier die Frage beantworten?
    Eine gezielte Wahl des Datums würde ich aus familiären Gründen – ähnlich wie Corrie – aus der Sicht des besetzten und geschundenen Frankreichs eher kritisch sehen.
    Die historische Katastrophe und der Holocaust, die systematische Vernichtung der europäischen Juden, den der deutsche Faschismus verschuldet hat, ist von einer anderen Dimension als die sexualisierte Gewalt, auch wenn wir diese Seelenmord nennen. Tatsächlich ist es so, dass, juristisch gesehen, sehr viele Verbrechen der Nazis längst verjährt sind, außer Mord. Es ist in meinen Augen unangemessen und kontraproduktiv und es führt uns in die Irre, Leiden miteinander vergleichen zu wollen. Eine Diskussion um die Vergleichbarkeit des Leidens oder gar eine Konkurrenz des Leidens kann nur in die Sackgasse führen und man stößt damit viele vor den Kopf, die man eigentlich gewinnen will.

  29. Lisbeth schreibt am :

    Ich möchte mich nochmals bezüglich der Diskussion um das Datum auf der Karikatur äußern – ohne den Karikaturisten interpretieren zu wollen, denn dies steht mir nicht zu – war ich doch diejenige, die feststellte, dass der 5. Mai ein historisches Datum ist.

    Ich finde 70 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges – ohne irgendwas aus der Zeit der Nazi-Herrschaft und der unendlichen Verwüstung und Ermordung die damit einherging beschönigen oder irgendwie verkleinern zu wollen – darf man auch bei einem solchen Datum eine weitere Verbindung ziehen.

    Im Gegenteil – man MUSS Verbindungen herstellen, war doch auch dieser totalste Krieg nicht der Krieg, der das Ende aller Kriege einläutete.

    Und ich finde es produktiver für die Menschlichkeit, die wir leben (lernen) wollen, wenn wir nicht Einzigartigkeit von Verwundungen herausarbeiten, sondern die Gemeinsamkeiten – und darauf unsere Empathie und Mitmenschlichkeit begründen.

    Vergleiche von Schwere von Leid, oder auch das Besetzen von Daten ausschließlich für geschichtliche (und un-menschliche) Vorgänge bringt uns da nicht weiter.

    Verbindungen herstellen, zwischen historischem und heutigem Leid, und zwischen den Überlebenden von jeglicher Form von Gewalt schon.

  30. Joshua schreibt am :

    Wenn ich die Berichte von Netzwerkb lese, muss ich feststellen, wir sind immer noch NUR Bittsteller,
    so werden wir NIE wirklich ernst genommen, sondern nur lächelnd ad acta gelegt!
    NetzwerkB sollte endlich mit LAUTER und KLARER Stimme Gerechtigkeit FORDERN!!!
    Eine andere Sprache verstehen diese ehrlosen Politiker nicht, das haben sie ja schon zur Genüge bewiesen!
    NETZWERKB sollte endlich FORDERN!!
    und nicht immer nur BETTELN !!

  31. Hausberg Anh Hoa schreibt am :

    Diese Karikatur ist nicht witzig, sie bringt zum Punkt
    aber ob sie gut ankommt, weiß ich nicht.

  32. Warum denn nicht am 9. Oktober – Lichtfest in Leipzig? Wie wurde man dort reagieren? Oder am 9. November: Mauerfall?
    _____________________________________________________
    Anmerkung vom netzwerkB:

    die Diskussion um das Datum ist eine sehr gute Anregung für weitere Karikaturen. Ja, sehr gut geeignet hätten sich auch der 9. Oktober und 9. November. Wir werden das zukünftig in unsere Überlegungen mit einfließen lassen.

    Aber mal ganz ehrlich: Das Datum bei der netzwerkB-Karikatur „VERJÄHRT“ war fiktiv und rein zufällig entstanden, wollte nicht bewusst, einen Zusammenhang zu bestimmten Ereignissen herstellen.

  33. Lili schreibt am :

    @ Joshua

    SEHR RICHTIG!!!

    Ich hätte es nicht besser ausdrücken können.

    Mit Karikaturen ist NetzwerkB ziemlich auf dem Holzweg, wenn ihr mich fragt…

    Und eine auf der irgendjemand jemand anderen „Huckepack“ trägt u.ä. wäre m.E. sogar gefährlich, mit solchem Zynismus sollte man doch sehr aufpassen…

  34. Katrin K. schreibt am :

    Karikaturen meinetwegen gerne auch zu diesem Thema (bin selbst betroffen), aber diese haut mich nicht um. Zuviel Text auch. Der Ansatz ist gut…

  35. leider sieht so die traurige Wirklichkeit aus, und die Gesetzgeber, und Politiker sind nicht bereit, die Verjährungsfristen aufzuheben -es ist eine schande, man hat geradezu das gefühl, die sitzen es aus, bis wir allesamt verstorben sind ,dabei ist es so dringend notwendig, ebenso wie die schweigemauer für alle Zukunft zu durchbrechen.

  36. Eva schreibt am :

    Dass viele Opfer sich dass Leben nehmen wollten oder wollen, interessiert die Politik und die Justiz nicht. Man will nicht einmal ermitteln, wie viele Selbstmorde die Folge einer Sexualstraftat sind.

  37. klaus.meier schreibt am :

    Bin selbst betroffener, die Karikatur stösst mich eher ab.
    Text, Motiv und Farben – wirken auf mich nicht stimmig.
    Ich vermisse die Pointe, das gewisse Etwas.
    Bin mir tatsächlich auch nicht wirklich sicher, ob es zum Thema sexuellem Missbrauch überhaupt eine Karikatur geben kann und ob es irgendetwas Erheiterndes gibt.

  38. Claudia schreibt am :

    Hallo Corrie,

    ich habe 10 Jahre mit meinem Mann in den Niederlanden gelebt… ich war da. Ich war „die Deutsche“, die gerade von Älteren nie als „Mensch“ sondern eben als Deutsche gesehen wurde.

    Ich kann verstehen, dass man da geteilter Meinung drüber sein kann und netzwerkb hat ja festgestellt, dass es zufällig war. Ich finde noch immer: Gut gewählt… denn unser Leid verjährt nicht, ebenso wenig, wie das Leid, das ein Krieg hinterlässt.

  39. Hi Claudia, wann hast du in den Niederlanden gelebt? Bis in den achziger/neunziger Jahre haben ganz viele Leute Schwierigkeiten mit den Deutschen gehabt, das ging so weit dass viele nie nach Deutschland gefahren sind, weil da zuviele Erinnerungen an den Krieg hochkamen. Schon die Sprache und die Kommando’s, und die Lieder.. Marschieren…. Es gibt heute noch ganz alte Leute die nachts wegen Alpträume aufwachen. Bitte, Netzwerk B, mach keine Verbindung mit dem Krieg….. Ich habe hier immer in diesem Land gelebt. Habe Erinnerungen an Bombardements, ganz nahe an wo wir damals wohnten. Ich hatte Angst als meine Mutter an bombardierte Häuser vorbeiging, ich musste mit, weil ich noch so klein war. Ich spüre noch wie es war in den Hungerwinter, als den Westen total abgeriegelt war, nix mehr reinkam. Da ging ich mit einer kleinen Pfanne in die Schule, wo wir etwas zu essen bekamen… Ich erinnere mich noch an Flugzeugen die letzendlich Essenspaketen fallen liesen. Wir haben Tulpenzwiebel und Feldmäusersuppe gegessen. Ich weiss wie verletzlich das alles ist und noch immer sein kann. Mach’s bitte nicht noch schwieriger. Bleibe beim Thema seksueller Gewalt…. das reicht doch, oder? .

  40. eliana schreibt am :

    Sehr bewegend, liebe Corrie, ich bin mit dem Herzen bei dir! Ich habe eine Dichter-Freundin in Rotterdam und wir haben zu diesem Thema viele Gedanken und Briefe ausgetauscht. Die Briefe erscheinen Ende des Jahres auf Deutsch und Niederländisch. Ich schicke ihr heute noch diese 40 Kommentare, die eine einzige Karikatur ausgelöst hat.
    eliana

  41. Angela Ebert schreibt am :

    Die eine Gewalt mit der anderen Gewalt zu vergleichen ist nie vorteilhaft, eine von beiden wird immer ins Hintertreffen geraten, für „weniger schlimm“ herab gewürdigt werden. Der Sinn und Zweck ist BEIDE ist die Anerkennung?? Vielleicht könnten wir diesen schwer erträglichen „Wettbewerb“ mal sein lassen!? Es ist immer das eigene EGO das fallen muss, passiert immer wenn man nur auf sich selbst starrt und zu wenig auf die anderen Leidenden, die es auch gibt in dieser gewalttätigen Welt heute.

    Unstrittig ist doch das die vermeintlich starken Mächtigen die in Not geratenen vermeintlich Schwachen missbrauchen. In der Familie und auch im realen Leben!! Ist das ein Nenner auf den wir uns einigen könnten? Zu aller Nutzen und niemand sollte dabei zu schaden kommen!

    Was raus muss kann und darf raus, so es um das Mitteilen geht, auch nicht unwichtig, meine Meinung! Wer Gewalt erlebt hat wird empfindlich, empfindsamer wohl als Menschen die noch keine Gewalt erlebt haben, oder? Wir sollten es nicht tun wie die „Geschlossene Gesellschaft“ und ausgrenzen, verächtlich machen, verunglimpfen, eine Gemeinschaft ist doch vielleicht besser?!!

  42. hildegard schreibt am :

    ALLE Gewalt schadet allen, den vermeintlich starken Mächtigen UND den in Not geratenen vermeintlich Schwachen …
    Wie wir sehen, bringt die fried-liche Kontroverse uns dem Ziel näher:
    Jedes Menschen Wahrheit führt zu mehr Klarheit.
    NetzwerkB will diesen gewaltfreien Umgang miteinander – hier und real – durch Schweigenbrechen und offene Aufarbeitung zwischen Opfern, Tätern und Mittätern. Wahrheit suchen, um Frieden zu finden. Menschenrechte! Versöhnung!
    In diesem Sinn hat alles mit allem zu tun.
    Und „… damit das im Endeffekt auch erfolgreich ist, liebe Genossinnen und Genossen“ – Ralf Stegners Worte mögen ihm selbst in den Ohren klingen! – MUSS es ihm (und anderen PolitikerInnnen) mit uns gelingen, die Partei-Pyramiden im Rechts-Staat umzukrempeln.
    Von ‚Lauterkeit‘ und Recht keine Spur, so lange es bei der Schaumschlägerei bleibt, die unter den Mächtigen bis heute üblich ist – wo auch immer es um Gewalt-Opfer und Minderheiten geht …

    Verjähren von Seelenmord? – GEHT GAR NICHT, ohne wenn und aber!

  43. Angela Ebert schreibt am :

    @Hildegard

    Zustimmung!
    Weil es in der politischen Landschaft so leicht ist persönliche Verantwortung abzuwehren, auch zu übertragen im Sinne von „Bauern-Opfer“, ist zu vermuten das die gewählten Volksvertreter diese UN-Sitte so gerne auf den Rest der Gesellschaft übertragen wollen. Nur so sind dann die oberen 1 % der Eliten rechtswidrig, aber auch nachhaltig, geschützt. Das scheint die Zielführung zu sein in diesen merkwürdigen Zeiten. Zwang und Gewalt trifft dann nur diejenigen die nach deren Meinungen „entbehrlich“ sind, das ist Rassistische-Denke die sich auf die Macht des Stärkeren gründet.

    Tatsache ist, persönliche Verantwortung lässt sich nicht einfach per Gesetz übertragen, auch die dazu gehörenden Verfügungsrechte des GG, z.B. Eigentumsrecht nach Art. 14 GG, auch die Selbstbestimmung gehört dazu Art. 2 GG, ALLES ist in der Allgemein gültigen Rechtsordnung geregelt! Weil diese Rechtsordnung sich durch die Entscheidungen der Regierung und des Gesetzgebers in Auflösung befindet ist vielleicht erklärbar das Diskussionen wie diese hier entstehen. Und so hat ALLES auch wieder sein GUTES!

    Die Parteien/Beteiligte/Verantwortliche entlarven sich selbst durch ihr eigenes persönliches Handeln, die daraus sich ergebenden Entscheidungen und deren Rechts-Folgen. Wer also immer wieder persönliche Verantwortung ablehnt, diejenigen werden eingeholt, eben von dieser persönlichen Eigen-Verantwortung. Unsere Parteien-Landschaft muss die Regierung auch schon aus diesem Grunde immer wieder wechseln, so fällt es leicht die Verantwortung immer wieder auf die „Vorgänger“ abzuwehren, ganz schlau, nicht klug.

    Steinmeier holt die Vergangenheit gerade ein, hat er doch als Opposition die russischen Kriegsgefangen „entschädigen“ wollen. Diese sind sehr arg gequält worden. Heute als Mitglied der Regierung will er von solchen sinnvollen Vorschlägen, die wohl mehr als Strategie zu sehen ist gut dazu stehen, nichts mehr wissen. Mehr muss ich von diesem Menschen nicht mehr wissen, alles klar Herr Steinmeier! Schröder spricht noch heute für sich selbst durch die Agenda 2010, gute Lobby-Arbeit bei bester Bezahlung, vermutlich.

    Freiwillig wird sich an der Profit-orientierten Menschenverachtung der Mittel-Europäer nichts ändern, diese Illusion solle niemand haben. Diese hat sich sogar mit der Besiedelung des Nord-Amerikanischen-Kontinents durch die Europäer vervielfältigt und weiter entwickelt!! Die Historie bezeugt das in erschreckender Art und Weise.

    Wie schön das es unseren politischen Parteien und deren Partei-Soldaten finanziell an nichts fehlt, jede/r hat seinen Preis.

    Eine Karikatur klärt durch seine Diskussionen um sie herum die Lage der Nation/en, tolle Sache!

  44. rasch schreibt am :

    Ich habe da mal eine Frage.
    Ein Exihibitionist, der vor 40 Jahren einer Pupertierenden zusetzte und frei herumläuft als wäre nie etwas gewesen, ist das auch verjährt?
    Die dürfen heute als alte Säcke sich noch ihren Opfern in der Stadt nähern und keiner macht etwas…

    Was für eine Welt…
    ..aber klar…als Opfer hat man ja „falsche Erinnerungen“….ich vergaß.
    Die es ja im Übrigen garnicht gibt…sondern nur Fehler im Detail (siehe Martha Schalleck Rotkäppchens Schweigen)

  45. hildegard schreibt am :

    8. Mai 2015 – wir sehen unsere Rechtsordnung wieder in Gefahr.
    Was sagt uns das?
    Untergründig muss wohl in allzu vielen Familien viel zu viel faschistisches Denken erhalten geblieben sein, wenn die „Intelligenz“ in Deutschland HEUTE Mächtige stärken und Schwache vernachlässigen kann – was anderes ist das als Gewalt?
    Gewalt, die laut Verfassung NICHT den Mitgliedern der Regierung erlaubt ist und NICHT den BürgergerInnen!

    Also ist etwas faul an der Struktur unseres Staatswesens:

    Unsere Aufsichtsbehörden sprechen erst dann von Rechtsextremismus und s.G. an Kindern und Jugendlichen, wenn es bereits die Spatzen von den Dächern pfeifen.
    Unsere Rechtshüter wollen den Irrtum der Verjährung nicht erkannt haben.
    Unsere „Hl. Kirche“ darf ihre Rechtsabteilungen gegen die Entdeckung ihrer Mittäterschaft bei Untaten einsetzen.
    Zerstörungsrausch aus unseren Kriegszeiten zeigt sich heute überall in der Welt – ob exportiert vom damaligen Ungeist oder inspiriert davon …

    Gewalt zieht ihre Kreise, UNGEBREMST.
    Was sagt uns das?

    Was sagt die Rörig-Kommission dazu? Was bringen die Hearings, mit noch so klugen Köpfen http://beauftragter-missbrauch.de/presse-service/veranstaltungen/detail/news/pressekonferenz-zum-aktuellen-stand-aufarbeitung-von-sexuellem-missbrauch-in-deutschland/ ? – mit all ihrer Theorie? – mit Lippenbekenntnissen? – mit traumatisierten Vorzeige-Betroffenen? – mit Vorsätzen ohne Folgen?

    Eigentlich wurde hier längst alles gesagt.

    Seitens des Staates hätte längst gehandelt und hätte die Seelenmord-Verjährung längst aufgehoben worden sein MÜSSEN …

    Mahnen wir weiter!
    Lassen wir Bilder sprechen!

  46. eliana schreibt am :

    Ganz herzlichen Dank an den Karikaturisten Stefan Roth/roth-cartoons und netzwerkB für den Hinweis, dass das Datum zufällig und nicht bewusst gewählt war. Dank auch an die vielen Kommentator_innen dafür, dass sie es möglich machen, auf netzwerkB solche Fragen sehr persönlich und ohne Polemik zu debattieren und am Ende zu einem guten Ergebnis zu kommen!

  47. Annett schreibt am :

    Das ist keine Karikatur, eher nur eine Illustration dessen, was man eh weiß. Eine Karikatur überzeichnet, um kritisch darzustellen, das ist in diesem Bild nicht der Fall.
    Ob es inhaltich passt, ob man das Thema karikieren darf oder muss – da kann man sich streiten. Einen Vergleich mit einem anderen Thema wie dem Kriegsende aufzumachen, halte ich nicht für sinnvoll, da das vom eigenen Thema ablenkt.

  48. Wolfgang schreibt am :

    Vor 5 Jahre habe ich mich beim Spiegel über Missbrauch Folter u. über die vielen tot Säuglingen und Kinder gemeldet. Selbst habe ich einige Aktionen unternommen.Was hat sich wirklich bis heute geändert?
    Wie viele Bericht in Fernsehn und Zeitungen gab es, wie viele Versprechen von Kirche und Politik haben wir bekommen!!!
    Vielleicht müsste netzwerkB in die Politik gehen. Bei einigen zehntausende Besucher und über 9 Millionen Sexuell Missbrauchte Kinder und Erwachsen die wir in der Zwischenzeit in Deutschland haben und es werden täglich mehr könnte auf Politische Seite viel mehr passieren. vor allem man würde uns endlich wahrnehmen und viele, die heute in der Politik von SPD, CDU,CSU die heute immer noch jede Veränderung blockieren etwas in die Knie zwingen. Das Wähler potenzial wäre da, viele Unterstützer gibt es auch. Nur so hätten wir eine Chance !!!!!!!!

  49. Aso, die Debatte – 5. Mei oder ein anderes Datum – ist hängen geblieben. Tut mir aufrichtig Leid.

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