Papst, Führer und Geheimdienst

30.05.2015: netzwerkB

Papst Franziskus irrt

Eine Kolumne von Hildegard Verhees

„Der Guten Nachricht“ – einer Nachricht der GÜTE – setzt er „Schlagen mit Würde“ entgegen. Ein Papst ruft zu Strafe und Gewalt auf. Was ist „Schlagen mit Würde“?
Gewalt an Kindern ist eines Erwachsenen Schwäche. Muss Strafe sein???

Nach den Worten des Papstes soll ein Kind zu einem schwachen, schlagenden Menschen aufschauen – zu jemand, der das Kind glaubt schwächen zu müssen, um sich selbst stark fühlen zu können. Ein Kind soll Vertrauen lernen – trotz Gewalt?

Unreflektiert – wie viele andere geschlagene Kinder – bringt AUCH dieser Papst die selbst erlebte Gewalt ein in die Spirale, gibt den Multiplikator von Gewalt wie alle anderen gewaltbesessenen Machtmenschen. Der Gründer seiner Religionsgemeinschaft wollte Frieden bringen, wollte Aggressionen überflüssig machen.

Gewalt ist Wahn, bleibt Wahn

Nach seiner Meinung müssen Frauen und Kinder jeden Wahn von Patriarchen aushalten. Dieser Papst lässt sich von sexistischen Abtreibungsgegnern loben und lehnt jede Versöhnungserklärung ab. Er spaltet.

Kein Papst darf polarisieren. Kein Papst darf zu Gewalt aufrufen. Syrer, Russen, Ukrainer und Asiaten und Australier und Afrikaner und Amerikaner werden von ihm bestärkt. So funktioniert Wahn – Bergoglio sollte es besser wissen.

Auch Hitler hätte es besser wissen können, wie es heute alle Geheimdienstler gelernt haben müssten von den Erkenntnissen des CIA:
BBC-Doku über die Psyche Hitlers Ein „Führer“ mit Ödipus-Komplex

Wie dies alles mit allem – was noch heute geschieht – zusammen hängt, könnten WIR zumindest beim Thema Migration bedenken.

Bekämpfung von Gewalt in der globalisierten Gesellschaft funktioniert nicht mit Ablehnung und Aggression. Migrantenkinder in unseren Schulen kennen bereits jede Art Gewalt!

Das MIT-Fühlen muss selbstverständlich zum Lern-Programm an unseren Schulen gehören – not-wendig für unsere wie für die Kinder der Einwanderer und ebenso nötig wie andere, zum LEBEN notwendige Fähigkeiten und Fertigkeiten auch!

Welche Bildungszwänge oder Rücksichtnahmen aber sind es, die unsere Regierungen an der Vermittlung dieser Werte hindern? Aufgrund unserer Schulstrukturen, besonders nach PISA kann soziale, emotionale Intelligenz gar nicht mehr gefördert werden – Lehrern, Erziehern und anderem Fachpersonal fehlt es i.d.R. schon an der Zeit, schon an der Ausbildung dazu. Das Geld fehlt. Bereits angestaute Defizite werden sich weiter anhäufen.

Denn das SYSTEM verlangt abfragbares Wissen, das persönlichen Karrieren IM System, vor allem in den Märkten dienen soll (danach darf es vergessen werden) …

Gerade aus diesem Blickwinkel (abgesehen von dem der NS-Geschichte!) müssen wir strukturelle Gewalt ohne Scheuklappen anschauen, müssen wir konstruktive Kritik üben. Marktmechanismen in Schulen und Hochschulen machen das unmöglich.

Sind Schulen und Hochschulen Dienstleistungsobjekte der Märkte oder sind sie politische Hoheits-Aufgabe in einer freiheitlichen Demokratie?

Braucht Bildungspolitik dieses “Produktmanagement mit eingebautem Unfall”? – via Abgrenzung? – via Ausgrenzung?

Armutsmigranten, Asylsuchenden und Terrorflüchtlingen wird lauthals und reichlich rassistisch Teilhabe verwehrt, allenfalls ‘Vorzeigekindern’ zugeschoben – ein Zirkelschluss.

Menschen werden zu Handelshemmnissen erklärt, die nicht marktkonform kooperieren können! Das ist strukturelle Gewalt. Längst werden auch den heutigen ‘Gottheiten’ Menschen geopfert, nämlich den Investoren und deren privaten Interessen.

‘Du sollst nicht merken’!

Narzisstische Strukturen aus Kaisers Zeiten (und aus dem Vatikan) können beim heutigen Entwicklungstempo nur noch tiefere Gräben graben.

Alternative 1: Der “rasende Stillstand” muss überdacht, überwunden und beseitigt werden.

Alternative 2: Wir fallen – wie im Steinzeit-Kollektiv – über einander her …

Ein Kommentar

  1. Monika Ederer-Mosing schreibt am :

    Wer seinen Sohn liebt, der schont nicht den Stock, steht in der Bibel. Warum die Leute die Bibel und den Papst so lieben und beide für eine moralische Autorität halten, habe ich nie begriffen.

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