Katholischer Kindergarten Maria Königin

13.06.2015: DIE WELT

„Wenn du dein Spielzeug nicht mitbringst, machen wir dich tot“

Skandal in einer Mainzer Kita: Kinder wurden gezwungen, in die Puppenecke zu pinkeln. Sie wurden gedemütigt, geschlagen und sexuell missbraucht – von anderen Kindern. Wie konnte es soweit kommen?

Die Mainzer Kindertagesstätte Maria Königin gibt ein trostloses, ja fast unheimliches Bild ab an diesem Tag kurz nach dem Paukenschlag. Hinter den zartgelben Vorhängen regt sich nichts, weit und breit ist kein Kind zu sehen. Und doch stehen und liegen vor dem Eingang wild durcheinander niedliche Dreiräder, rote Tretautos und kleine Schubkarren, mit denen die Kleinen bis vor Kurzem über den Hof gekurvt sein oder „Gärtner“ gespielt haben müssen.

Es sieht aus, als seien die Spielgeräte nur mal eben für eine kurze Trinkpause abgestellt worden – und dann urplötzlich alle Kinder aus unerklärlichem Grund wie vom Erdboden verschwunden. So ähnlich war es eigentlich auch: Die Kita wurde von der katholischen Kirche als ihrem Träger Knall auf Fall dichtgemacht, weil dort schier Unglaubliches aufgedeckt wurde.

Fast alle der 55 betreuten Kinder sollen monatelang mehrfach täglich massiv bedroht, erpresst, bestohlen und sexuell missbraucht worden sein – mit teilweise ausdrücklich sadistischer Note, wie ein Psychologe sagt. Die Kirche selbst spricht von „Perversitäten sexueller Gewalt“. Und zwar nicht begangen von einem Erzieher oder fremden Erwachsenen – sondern von anderen Kindern. Von Knirpsen im Alter zwischen drei und sechs Jahren.

Der Fall ist in seiner Dimension ziemlich einzigartig, sollte die ermittelnde Staatsanwaltschaft die Vorwürfe erhärten. Viele der gequälten Kinder sollen traumatisiert sein, manche wurden wohl auch verletzt. Eltern, Behörden wie das Landesjugendamt und das Bistum sind entsetzt, auch Karl Kardinal Lehmann sei „tief bestürzt“, heißt es bei der katholischen Kirche, die nicht nur die in einem funktionellen Neubau untergebrachte Kita bis September komplett dichtgemacht hat, sondern auch alle Erzieher feuerte.

Sechs Frauen, darunter die Leiterin, und ein Erzieher sind betroffen, sie haben sich noch nicht geäußert. Aber glaubt man dem Mainzer Generalvikar Prälat Dietmar Giebelmann, haben sie auch keine große Betroffenheit gezeigt. Es habe weder eine Erklärung gegeben, wie es dazu kommen konnte, noch eine Entschuldigung. Weiter lesen…

13 Kommentare

  1. Angela Ebert schreibt am :

    Die Bewohner des Elfenbein-Turmes (Staat und Kirche und deren „Bedienstete“) sind fassungslos, in der Tat, und das schon etwas länger als 6 Monate!
    Betroffenheit ist von Betroffenen zu zeigen, vermutlich sind die Betroffenen deshalb nicht betroffen weil sie das alles nicht betrifft? Das würde in der Folge bedeuten, keinerlei Verantwortungs-Bewußtsein vorhanden, aber für höhere Gehälter auf die Straße gehen?! Wann gehen den DIESE Betroffenen mal für die Kinder die in ihrer Obhut sind auf die Straße? Ach, da gibt kein Geld für…ja dann.

    Sorry, da schwillt mir der Kamm.
    Schön weiter weg schauen, es wird sonst furchtbar anstrengend für die Erzieherinnen UND mir ist bekannt das es gute Kita`s gibt, mir fehlt nur deren SOLIDRITÄT mit den seelisch schwer verletzten Kindern!!!
    Und wenn selbst diese Kinder keine Solidarität erwarten dürfen wird klar das Erwachsene Opfer von sexueller Gewalt erst recht keine Solidarität erwarten können.

    Alles klar?

    Minderheiten sind es noch, es werden Mehrheiten werden, wenn das in der Geschwindigkeit so weiter geht und die WIRKLICHKEIT/REALITÄT in der wir alle leben sich weiter outet 😉

    Schönen Gruß an die Solidar-Gemeinschaft der BRD!

  2. Lisbeth schreibt am :

    Viele Fragen – viele Ungereimtheiten. Erstaunen, Entsetzen.

    Aber: Dieser Fall scheint mir mehr ein kleiner Mikrokosmos zu sein für das was in unserer Gesellschaft (und sicherlich in weiteren Kitas) eben der ganz normale Alltag ist:
    Massive Gewalt – Gruppen von Tätern – Opfer die zum Täter werden – Nicht-Merker – oder gar aktive Wegschauer – Eltern, die nichts merken – Eltern, die merken, aber nur ihr eigenes Kind retten und weiterschweigen – Kirche ist ja auch noch mit drin in dem Mix. Geht erst zur Staatsanwaltschaft, nachdem das Ganze in den Medien ist. Angestellte, die jetzt einfach gefeuert werden (Erinnerung: wir haben keine Melde-und Anzeigepflicht in unserem Land).

    Gefährlich ist bei der ‚Aufarbeitung‘ dieses Falles, dass man ihn mal wieder als ‚einzigartig‘ darstellt, man ist ja so geschockt. Aber irgendwie denkt man halt immer noch nicht über das System dahinter nach.

    Fast schon Real-Satire dann der Kommentar von Prälat Giebelmann: „Wie es geschehen kann, dass ein Gesamtgeist einer Einrichtung so umkippt und so im Grunde genommen verroht, weiß ich auch nicht.“ Es habe ein „Kartell des Schweigens“ gegeben.

    Na, dann wundern sie sich halt mal weiter Herr Prälat.

  3. klaraklara schreibt am :

    es ist das erste Mal, dass ich von so massiver Gewalt unter Vorschulkindern gehört habe. Aber man sollte dem auf den Grund gehen, ob solche Zustände verbreitet sind. Was Gewalt unter Jugendlichen angeht, an Schulen und Internaten, habe ich wirklich erschreckende Geschichten gehört.

  4. hildegard schreibt am :

    … um in Angela’s Bild zu bleiben – es sind „Elfenbein-ZWILLINGS-Türme“! – Einstürzen sollen sie nicht – aber von innen her müssen sie dringend erneuert werden.

    DARF es sein, dass Lügner und Zauderer, Sadisten und Zyniker der oberen Etagen Narrenfreiheit haben?
    … die Schreibtische der Vorgesetzten [Stichwort: Dienstweg!] die Nachrichtenwege nach ganz oben blockieren?
    … es unterwegs keine (unbestechlichen) Kontrollgremien gibt?
    … Kriminelle völlig ungehindert ihr Unwesen treiben können?

    KANN es sein, dass frei denkende Bürger in Ämtern einer Demokratie diskriminiert werden?
    … man ihnen von Amts wegen noch anno 2015 Maulkörbe und Fesseln an Händen und Füßen anlegt?
    … anderenfalls disziplinarisch mit Entlassung droht?
    … existenziell ins Nichts stößt?

    NICHTS dringt nach außen. Nicht einmal Eltern sind sich sicher, offensichtliches UNRECHT anzuprangern?
    Ein “Kartell des Schweigens”!

    Was ist faul am „Zwillings“-System,
    wenn ein Justizminister nicht alle Register ziehen darf … – und was,
    wenn misshandelte Päpste zur Misshandlung von Kindern aufrufen, Bischöfe intern bebetet und ermahnt, Verbrecher verschont, Vertuscher heilig gesprochen werden?

    Wer schützt unsere Kinder?
    Und wer unsere Verfassung?
    Und wer hebt die Verjährung (auch rückwirkend!) auf?
    Und wer kann versöhnen?

    Melde-und Anzeigepflicht für unser Land!

  5. hildegard schreibt am :

    klaraklara, ob solche Zustände verbreitet sind? – ich fürchte: sehr, s.o.!
    Dazu müsste man Pensionäre befragen, die gar keine Disziplinarverfahren mehr zu befürchten haben, s.o. – betroffene Kinder und abhängige junge Leute werden nichts aussagen.
    ABhängigkeitsverhältnisse vermehrten die erschreckenden Geschichten.
    Je kleiner das geschlossene System desto mehr Hemmschwellen.

    Die Frage wäre, warum verordnet man heute die ganz großen Lernfabriken?
    Verstärkter Druck, Geheimhaltung …
    Mehr Reglementierung, Intransparenz …
    Weniger Personal, größere Schulklassen/Gruppen …

    Wo bleibt das Kind?

    Sparzwang, Loyalität, Parteiraison und Amts-Eide machen es möglich!

  6. Roxane S. schreibt am :

    „Melde-und Anzeigepflicht für unser Land!“
    schreibt Hildegard.

    Ja, so sehe ich das auch…

    …wenn es aber niemanden (auch Aufsichtsbehörden) nicht interessiert?

    Beispiel: Freie Schule Frankfurt (Flaggschiff des Bundesverbandes Freier Alternativschulen)
    Diese Schule ist jetzt zu ihren Wurzeln zurück und hat neues Haus (erweitert um die Altersgruppe der 1-3jährigen) eröffnet).

    Bis vor Kurzem noch auf deren homepage einsehbar und jetzt nur noch auf Anfrage ausgehändigt wird das Schulkonzept, das auch als Buch erhältlich ist.
    Hier Auszüge aus der Fassung von 2004:

    „Vor allem bei diesem Thema sind Reflexionen der Erwachsenen über die eigenen Erfahrungen, Hemmungen und gesellschaftliche Tabus notwendig, aber auch über die eigenen unbewussten Widerstände gegenüber den lustvollen, triebhaften, sexuellen Impulsen der Kinder (z.B. beim Essen, Kochen, Rülpsen, Furzen, Spucken, Pinkeln, Koten, Matschen, sich im Dreck wälzen, Löcher in die Wand bohren, …).
    Die sexuellen Themen und Ausdrucksformen der Kinder sind in der „Freien Schule Frankfurt“ erfahrbar und erlebbar: Die narzisstische Neugier auf den eigenen nackten Körper und den der anderen, es finden „Doktorspiele“ mit intensiven Berührungen und anatomischen Untersuchungen statt, sexuelle Annäherungen werden „probiert“, Erwachsene werden nach ihrem eigenen Sexualleben „verhört“. Es werden pornografische Bilder untersucht, sexistische und entwertende Begriffe aus der Fäkal- und Analsprache werden lustvoll und provozierend ausprobiert, es wird Aufklärung untereinander und mit Erwachsenen betrieben und manchmal auch durch eigene Anschauung (Exkursion ins Bahnhofsviertel) ergänzt.“

    Hier auch unter „Blick ins Buch“ einsehbar. Dort links im Menue-Punkt „Im Buch suchen“ einfach Schlagwörter, wie „Tabus, „verhört“, oder „pornografische“ eingeben und die Seite erscheint.
    http://www.amazon.de/Konzept-Freien-Schule-Frankfurt-Juli/dp/3833417005/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1434455199&sr=8-1&keywords=konzept+freie+schule+frankfurt
    Einmal abgesehen vom Verbot, Material mit pornografischen Inhalten an Schulen zu präsentieren, scheint das Konzept ausgehend von der Lust der Erwachsenen verfasst worden zu sein, von den Kindern u.a. einmal so richtig „verhört“ zu werden. Wo sind die Aufsichtsbehörden? Das Konzept ist nicht geheim.

    Wer noch nicht genug hat. Es geht sogleich weiter.

  7. Roxane S. schreibt am :

    Konzeptauszüge „Freie Schule Frankfurt“:

    „Die Fragen der Kinder (nach Geburt, Zeugung, Verhütung, Menstruation, Schwangerschaft, Pornografie, Prostitution, Onanie, Geschlechtskrankheiten, Aids) werden nicht nur beantwortet, sondern auch mit den Meinungen und Haltungen der Erwachsenen konfrontiert, weil nur so Differenziertheit und das Wissen um gesellschaftliche Tabus und individuelles Schamgefühl vermittelt werden können.
    Um das zu ermöglichen, muss die Schule den Rahmen bereitstellen: Den Kindern Schutz und Sicherheit bieten zum Ausprobieren und die Erwachsenen dazu befähigen, die Kinder zu verstehen in ihren oft provozierenden Verhaltensformen. Das kann bedeuten, sie gegenüber den anderen Kindern und der Außenwelt zu schützen, z.B. wenn die Kinder nackt über die Strasse laufen, nackt im Hof spielen, ohne Bekleidung beim Essen sitzen.
    Die Kinder in der Freien Schule Frankfurt leben ihre Sexualität offen und ohne Vorurteile: Ein dreijähriges Kind kann auf dem Nähtisch onanieren, ohne dabei gestört zu werden; die ersten Küsse im Dunkeln werden in der Disco ausprobiert und erfahren;die Zimmerwahl auf der Schulfahrt ist frei und ungezwungen, Mädchen und Jungen können in einem Zimmer übernachten und nicht nur hier, sondern auch bei Verabredungen nach der Schule; Antipathie und Liebe werden klar ausgesprochen; die Vorpubertät mit all ihren Facetten wird vor aller Augen exzessiv gelebt z.B. wird Eifersucht als Thema auf der Bühne ausgespielt und eine Rivalin umgebracht.
    Die Freiräume sind da, um eine ganzheitliche Sexualität zu ermöglichen. Kinder können ihre Gefühle ohne die direkte Beobachtung der Erwachsenen leben und genießen: Wenn die Tür zu einem Raum geschlossen ist, haben Erwachsene oder die anderen Kinder anzuklopfen.
    Einfühlsam mit den Fragen der Kinder zu Sexualität umzugehen, heißt: Fragen immer dann zu beantworten, wenn sie gestellt werden und nur so weit, wie es das Kind in diesem Moment interessiert. Es kann heißen, hinter aggressiven Äußerungen oder Handlungen von Kindern die versteckten Fragen sexueller Art zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.“

    „Das Schulhaus und die einzelnen Räume werden von allen Kindern und LehrerInnen
    gestaltet und verändert, dass sie eine passende Umgebung für das aktive und passive Kind bieten. Alle Räume und deren Inventar sind grundsätzlich und jederzeit für alle Kinder und für alle PädagogInnen zugänglich, aber nicht immer für Eltern und BesucherInnen.“

    „Die Rolle der PädagogInnen an der „Freien Schule Frankfurt“ unterscheidet sich von
    dem öffentlichen Bild. An der „Freien Schule Frankfurt“ gibt es weder eine Schulleitung noch eine Hierarchie. Die Kontrolle der Arbeit liegt in den Händen jedes Einzelnen und somit wiederum im pädagogischen Team selbst.“

    „An der „Freien Schule Frankfurt“ duzen sich alle. Durch den Gebrauch der „Du“–
    Form, können Kinder und PädagogInnen auf ganz persönlicher und gleichberechtigter Ebene miteinander leben. Diese Form erleichtert den Aufbau einer deckungsgleichen Beziehung.“

    „Die PädagogInnen bieten den Eltern einen Einblick in den Schulalltag, aus welchem sie sonst weitgehend, zum Schutz der von dem Elternhaus getrennten Entwicklung des Kindes, herausgehalten werden. Umgekehrt ist es für das pädagogische Team wichtig, auch einen Einblick in die Familie zu bekommen. Dies verlangt von PädagogInnen und Eltern eine enorme Bereitschaft zur Offenheit, was den „normalen“ Elternabend in seiner Form aufhebt.“

  8. Roxane S. schreibt am :

    Konzeptauszüge „Freie Schule Frankfurt“:

    Die PädagogInnen begleiten und vertreten die Kinder
    Die PädagogInnen der „Freien Schule Frankfurt“ verstehen sich als BegleiterInnen
    und AnwältInnen der Kinder.

    Das pädagogische Team arbeitet und lebt in der „Freien Schule Frankfurt“ auf der
    Grundlage des Konzeptes. Der persönliche Lebensentwurf kann dem Konzept nicht entgegenstehen; die Folge wäre sonst ein Verlust der Authentizität sowie das Entstehen von Selbstkonflikten.

    (S.35)…Eltern engagieren sich in den Gremien der Schul-Selbstverwaltung, bei Renovierungsarbeiten im Gebäude, bei anfallenden Arbeiten im Schulgarten, bei der Durchführung von Tagen der offenen Tür und anderen Veranstaltungen in Absprache mit dem pädagogischen Team. Einerseits werden so die Kosten niedrig gehalten. Andererseits haben die Eltern dadurch direkten Kontakt mit der Schule, der während des Schulalltags grundsätzlich nicht möglich ist.

    (S.35-36)… „Zu einer Veränderung des herkömmlichen Konkurrenzverhältnisses zwischen Schule und Elternhaus werden die Eltern allerdings nur bereit sein, wenn sie von einer intensiven Zusammenarbeit mit der Schule nicht nur Mehrbelastung, sondern auch für sich selbst einen Vorteil zu erwarten haben.

    Weil die Eltern keine professionelle Distanz zu sich und ihren Kindern haben können,
    ist es ein hoher Anspruch bei den abendlichen Treffen, auch die Exponierung der
    eigenen Person in problematischen Fragen zuzulassen.

    In den gemeinsamen Diskussionen der Eltern mit den PädagogInnen über praktische sowie theoretische Fragestellungen zur Idee der „Freien Schule Frankfurt“ reflektieren die Eltern sowohl die private Lebenssituation (und ermöglichen so dem Team einen zusätzlichen Einblick in das Zuhause der Kinder) als auch ihren Einblick in den Alltag der Schule.

  9. Roxane S. schreibt am :

    Konzeptauszüge „Freie Schule Frankfurt“:

    „Umsetzung des Konzepts durch die Eltern Grundhaltungen

    Dabei stehen die Eltern aber vor der schwierigen Aufgabe, ein Gleichgewicht zwischen Interesse und Zurückhaltung zu finden. Das Modell der Schule als zweite Sozialisationsinstanz erfordert von ihnen die Gewährleistung eines Freiraums in der Schule, der sie gerade ausschließt. Tagsüber sollen die Eltern deshalb – abgesehen vom Bringen und Abholen der Kinder – in der Schule möglichst nicht präsent sein. Sie sollen sich nicht in die Aktivitäten der Kinder einmischen und von ihnen auch nach der Schule keine Rechenschaft darüber fordern.

    Bringen und Abholen
    Die gemeinsame Zeit der Kinder an der „Freien Schule Frankfurt“ erfordert das Einhalten der Bring- und Abholzeiten durch die Eltern.
    An dieser Schnittstelle zwischen Familie und Schule ist es entscheidend, dass die beteiligten Erwachsenen (Eltern und PädagogInnen) sich stets der Grenzen ihrer jeweiligen Zuständigkeit bewusst sind. Die Eltern sollen sich bei diesen Situationen nicht in der Schule „breit machen“, sondern ihren Kindern den Übergang von den Eltern zur Schule bzw. umgekehrt erleichtern.“

    Diesen Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Klingt für mich wie eine Einladung an kinderliebende Erwachsene:
    „Sie sollen sich nicht in die Aktivitäten der Kinder einmischen und von ihnen auch nach der Schule keine Rechenschaft darüber fordern.“

  10. Roxane S. schreibt am :

    Nachtrag zur Eingabe eines Suchbegriffs mit der Funktion „Blick ins Buch“ s.o.:

    Die Suche erfolgt nach genauer Schreibweise.Das von mir vorgeschlagene Wort „pornografisch“ wird nicht gefunden, weil es im Buch getrennt wurde und nur so („pornogra-fisch“) funktioniert. Wenn es also mit dem gewünschten Suchwort nicht klappt, einfach benachbarte Textausschnitte und andere markante Worte, wie z.B. „Nähtisch“ eingeben.

  11. hildegard schreibt am :

    Roxane, mir ist bereits schlecht nach dem 1. Komm. – narzisstisch sind die Erwachsenen, nicht aber die Neugier der Kinder – was da als normal beschrieben wird ist blanker Missbrauch – das Ergebnis schockiert uns gerade bei den vermutlich ferngesteuert fromm-verklemmten, reaktionsgehemmten Erziehern.
    Dass es für das Bildungswesen überall vor Ort Aufsichtsbehörden geben würde – das hätte ich für selbstverständlich gehalten. Dem ist aber NICHT so!!
    Der Staat kommt seinen elementarsten Pflichten nicht selber nach, lässt das Kind in den Brunnen fallen und macht die Justiz handlungsunfähig.
    Privatisiert er auch das noch?

    Weiter so Deutschland?

  12. Roxane S. schreibt am :

    Liebe hildegard, endlich mal eine Menschenseele, der auch schlecht wird!

    Die Aufsichtsbehörden gibt es. Ob sie ihrer Pflicht nachkommen, das ist die große Frage und wird in den bekannten Fällen von mir bezweifelt.

    Und sogen. Schulen in freier Trägerschaft können sich ja ein Beispiel an der OSO nehmen, wie wunderbar man den Aufsichtsbehörden auf der Nase herumtanzen kann, ohne dass auch nur das Geringste passiert.

    Und so ist es m.M. nach auch eine Farce und dient der Volksverdummung, wenn „Schau“-Prozesse gegen einzelne Elternpaare geführt werden, die sich bzw. für ihre Kinder der Schulpflicht in Deutschland verweigern. Kupfern mehrere solcher Elternpaare ein bestehendes (genehmigtes) Konzept mit Hilfe des Bundesverbandes Freier Alternativschulen (BFAS) ab, wird das Ganze (Eltern machen Schule) legal und „es wird schon gut gehen“. Diese Eltern sind dann Arbeitgeber und Dienstleistungsnehmer der angestellten Lehrer. Ein sicheres System, in dem aufgrund eindeutiger Interessenlage erfahrungsgemäß aber auch gar nichts nach außen dringt.

    Lt. statistischem Bundesamt wurden in 2009 an Privatschulen 85% der Kosten von der öffentlichen Hand übernommen. Der Grund für´s weniger genaue Hinschauen könnte allein schon in der Tatsache begründet sein, dass die Privatschulen die Bundesländer in 2011 um insges. 1,2 Milliarden Euro entlastet haben.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Privatschule#Finanzierung_und_steuerliche_Ber.C3.BCcksichtigung
    Sooo privat, wie Steuerzahler und die meisten Eltern von Kindern an öffentlichen Schulen immer glauben, sind die also überhaupt nicht. Und da sollte man doch mal genauer hinschauen, was bzw. wen man da finanziert.

    Zumal sich Ex-OSO-Lehrer seit Jahren und auch aktuell so schön im Land verteilen…

  13. Roxane S. schreibt am :

    Ein Bekannter wurde von der Erzieherin einer Kita (Elterninitiative) darauf angesprochen, dass sein Sohn (immer nur) nach Rückkehr von den sehr unregelmäßig stattfindenden Wochenenden bei der schwangeren Mutter, die mit Säugling und neuem Lebensgefährten zusammenlebt, seltsame, sexualisierte Verhaltensweisen zeigt.
    Sie versicherte dem Vater, umgehend die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten. Erst vor kurzem habe sie eine Fortbildung zum Thema besucht und sei auch deshalb so sensibilisiert für das Verhalten des Jungen gewesen. Erschüttert berichtete diese Erzieherin dem Vater, dass sie von der Kita-Leitung zurück gepfiffen wurde und ihr untersagt wurde, weiteres zu unternehmen. Der Vater, auf die Wahrnehmung und Aussage der Erzieherin angewiesen, hat große Sorge, wagt alleine nichts zu unternehmen, da die Sorgerechtsfrage hochstrittig ist. Die Erzieherin hat Angst um ihre Arbeitsstelle und hat lediglich im Beisein des Vaters gegenüber der Leitung gesagt, dass sie auf keine Pseudo-Fortbildung mehr geschickt werden möchte.

    Mit den Fortbildungen zum Thema „sexualisierter Gewalt“ wirbt diese Kita.

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