Aufarbeitung ohne gesetzliche Grundlage

21.07.2015: netzwerkB Pressemitteilung

Offener Brief an den ‘Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs’, Johannes-Wilhelm Rörig (als PDF herunterladen)

Sehr geehrter Herr Rörig,

in Ihrer Pressemitteilung Nr. 12 vom 02.07.2015 geben Sie bekannt, dass ab 2016 eine ‘Unabhängige Aufarbeitungskommission’ Verbrechen von sexualisierter Gewalt an Kindern aufarbeiten soll. Deutschland setze damit international bei der Aufarbeitung neue Akzente.

Ziele der Aufarbeitungskommission seien: Anerkennung des Unrechts, besseres Verständnis des Themenkomplexes und der Folgen in der Gesellschaft und letztendlich bessere Prävention.

Der Begriff „Aufarbeitungskommission“ – wenn man historischen Beispielen, u.a. Südafrika folgen möchte- involviert unbedingt Täter und Opfer.

‚Aufarbeitung‘ weckt große Hoffnung bei Betroffenen, die tagtäglich unter der Last der erlebten Gewalt und deren Folgen (nicht zuletzt auch in Form von materieller Not für viele) zu leben versuchen.

‚Aufarbeitung‘ impliziert für Betroffene, dass

  • Täter/Täterinnen gestoppt werden und dass
  • Opfern endlich geholfen wird, das Trauma zu bewältigen, dass gutgemacht wird, was wieder gut zu machen ist und dass sie aufgefangen und unterstützt, und nicht wieder allein gelassen werden.

Die ‚Aufarbeitung‘ die in Deutschland nun geplant ist unterscheidet sich von den historischen Vorgängern darin, dass sie keine Täter involviert. Und zudem gibt „es keine gesetzliche Grundlage“ für die Arbeit der Kommission.

Das hier vorgestellte Vorhaben spricht nicht von Soforthilfe für die Opfer, spricht nicht vom Stoppen der Täter und Täterinnen, sondern es spricht von Forschung zu dem Zweck, irgendwann, vielleicht mal helfen zu können. Und das ist der staatliche Standpunkt und Beitrag.

Herr Rörig,

  • Wie wollen Sie die Verbrechen erfassen ohne rechtliche Grundlage, die Akteneinsicht und Vorladungsrechte gewähren würde, um so die Täterseite zu beleuchten?
  • Wie wollen Sie dann geeignete Strategien zur Prävention erarbeiten?
  • Haben wir es hier nur mit einer semantischen Ungenauigkeit zu tun? (Wie oben aufgeführt beinhaltet Aufarbeitung mehr als Ihrer Kommission möglich sein wird.) Wenn ja, müsste diese korrigiert werden, um keine falschen Hoffnungen bei Opfern zu erwecken.
  • Wenn aber diese Kommission wieder nur eine ‚Anhörung‘ von Opfern ist – wobei ‚Anhörung‘ ein Machtgefälle beinhaltet mit dem Anhörenden in der Position des gefälligen Machtinhabers – wie rechtfertigen Sie dann die geplante Ausgabe von 3 Millionen Euro im Jahr, während die wirtschaftliche Not unter Betroffenen sehr oft extrem hoch ist?
  • Wie antworten Sie auf den Vorwurf, dass eine weitere individuelle Anhörung bei bestehendem Täterschutz durch bestehen bleibende Verjährungsfristen nun wieder etwas Verhöhnendes hat?
  • In der Pressemitteilung sprechen Sie von dem Ziel ‚gesellschaftlicher Anerkennung des Leids der Opfer‘. Wenn diese ‚Anerkennung‘ aber keine Entschädigung mit sich bringt, bleiben viele Opfer weiterhin an der Teilhabe an eben dieser Gesellschaft ausgeschlossen. Wie rechtfertigen Sie das den Opfern gegenüber?
  • Mangelt es nach Ihrem Dafürhalten an politischem Willen, eine echte Aufarbeitung durchzuführen? Wenn ja, wie können Sie es rechtfertigen sich selbst und ihre Institution daran zu beteiligen?
  • Der Hilfsfond läuft eher schleppend und erniedrigend – mit Bearbeitungszeiten von einem Jahr, langen Befragungsbögen die von vielen als re-traumatisierend empfunden werden, und vielen Ablehnungen obwohl das Angefragte notwendig ist. Wie wollen Sie Opfern gegenüber die Ausgabe von Geldern rechtfertigen für eine Wahrheitskommission, die mit ihren strukturellen Schwächen nichts aufarbeiten kann?
  • Wie gehen Sie mit dem Vorwurf um, dass Opfer wieder einmal nur ‚Forschungsobjekt‘ sind, mit denen andere ihre Karrieren vorantreiben, bzw. Geld verdienen?
  • Wie antworten Sie den Opfern, die sich durch eine weitere individuelle Anhörung bei bestehendem Täterschutz und bestehen bleibenden Verjährungsfristen nur verhöhnt vorkommen?
  • Was sagen Sie zu dem netzwerkB Mitglied, das uns folgendes geschrieben hat (eine unter vielen derartigen Zuschriften):

„Die meisten Bauschmerzen haben mir beim Lesen des Artikels die sieben Kommissionsmitglieder verursacht, für die jährlich 3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Wieder Menschen, die sich an unseren Schicksalen bereichern. Die Betroffenen dürfen als Gast dabei sein. Ein Gast bekommt keine finanzielle Entschädigung!
3 Millionen Euro Verschwendung für neue Papiere, die keinen interessieren. Und jeder Einzelne von uns quält sich weiterhin mit mehr oder weniger Erfolg durch das demütigende Opferentschädigungsgesetz mit seinen systematischen Abwehrmechanismen, um nach vielen Jahren Rechtsstreit und extrem belastenden Begutachtungen eine Almosenrente von unter 200 Euro zu bekommen. Soweit wir durchhalten und nicht aufgeben oder vorher sterben…. Das ist es was mich am allermeisten schmerzt: Die Menschen, die MIT und DURCH UNS Geld verdienen – Beamte, Gerichte, Gutachter, Wissenschaftler, Ärzte, Psychiater, Pharmakologen und jetzt noch eine sinnlose Kommission für drei Jahre im Gegenwert von 9 Millionen Euro!
Wieviel echtes, alltägliches Leid in unseren Reihen könnte man damit direkt und konkret mildern… Bitte an Herrn Röhrig weiterleiten. Danke!”

Sehr geehrter Herr Rörig, wir bitten Sie um eine öffentliche Stellungnahme.

Ihr netzwerkB Team

Für Rückfragen:
netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.
Telefon: +49 (0)4503 892782 oder +49 (0)160 2131313

32 Kommentare

  1. hildegard schreibt am :

    … die von unverständigen Staatslenkern nun – bei allem Übel – auch noch zu ‚Forschungsobjekten‘ degradierten Betroffenen dürfen sich glücklich schätzen, sich von einem solch kompetenten nB-Team vertreten zu wissen!

    Herzlichen Dank an N.D. und an seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen!

  2. Karl Görtz schreibt am :

    Ein für jeden Betroffenen klar verständlicher Fragenkatalog an die verantwortlich Aufarbeitenden gerichtet. Wer hierauf nicht antwortet, will etwas verbergen. Danke an netzwerkB!

  3. Eva schreibt am :

    Guter offener Brief !
    Bin gespannt, ob es darauf eine zufriedenstellende Antwort gibt oder es keine Antwort wie bei vielen offenen Briefen an Politiker gibt.

  4. Wilma schreibt am :

    Genau wieder dieselbe demütigende Prozedur wie beim Opferentschädigungsverfahren. Schaut mal da: „Opfer!“ Jetzt können wir aber ordentlich abkassieren. Ich habe bei meinem OEG-Verfahren gerade den 4. Gutachter abgelehnt wegen fehlender Qualifikation im Bereich Traumatologie und Gesundheitsgefährdung und warte auf den Widerspruchsbescheid, um endlich klagen zu können. Niemals werde ich mich in dieses kranke System hineinbegeben. Die GWG bekommt für ein Gutachten 6000 Euro. Laut einer Mitarbeiterin des Weißen Rings mit sehr viel Erfahrung zahlt das Versorgungsamt aber z.T. noch mehr. Und dann werden die Leute auch noch zu mehreren Gutachtern gejagt, damit noch ordentlich viele Kollegen mitkassieren können. Die Gutachterei ist außerdem eine Männerdomäne. Mein Obermedizinalfuzzi behauptet, er könne in ganz Bayern unter seinen Kollegen keine F R A U finden, die Gutachten schreibt, von den anderen Bedingungen, die ich gestellt habe, ganz zu schweigen.
    Der Hilfsfonds ist wirklich mehr Demütigung als Hilfe.

  5. Curt Asten schreibt am :

    Liebes NetzwerkB-Team, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der NB-Arbeit,
    ich bewundere euren langen Atem und euer Durchhaltevermögen angesichts der Dauerblockaden, die euch in den Weg gelegt werden. Gerade weil dieser Staat überhaupt kein Interesse an substantiellen Änderungen/Verbesserungen für die Opfer hat, gerade weil er überhaupt kein Interesse an effektiver Täterverfolgung hat, dürft ihr nicht aufgeben! Im Herzen bin ich bei euch, haltet durch!

  6. Angela Ebert schreibt am :

    Na klar halten wir durch, bleibt doch keine Alternative, „dieser Weg wird kein leichter sein“, ist tatsächlich alternativlos!
    Das Kapitalisten-Pack und die Staatlichen Gewalten führen Kriege auf Kredit, Kredite die nie zurück gezahlt werden, Bonität prüfen ist durch „persönliches Interesse“ für die Kredit-Vergabe durch Kredit-Geber vermutlich unwichtig.
    Und Geld muss ja „arbeiten“, für die Kredit-Geber dieser Welt.
    Herr Rörig weis das auch und wird sich selbst nicht in die Pfanne hauen, auch nicht in die Teflon-Pfanne.
    Je mehr Gutachter und andere Steuerpflichtige Mitarbeiter eingebunden sind, geht doch ein guter Teil als „Steuer-Einnahmen“ wieder an den Geldgeber Bund zurück, alles gut für den Umsatz, der angefeuert werden muss, koste es was es wolle.
    Stellungnahmen muss keine „Staatliche Gewalt“ zur Kenntnis nehmen, abgeben auch nicht, so ist die Lage.
    Staatliche Gewalten und Institutionen sind da vollkommen unabhängig 😉
    Wilma`s Erkenntnis kann ich empfehlen:
    Niemals werde ich mich in dieses kranke System hineinbegeben.
    Weil es nicht Vertrauens-Würdig ist!!!
    Das hat schon was von Notwehr gegen diese systemische Gewalt/Missbrauch der Armuts-Industrie per Gesetz.
    Recht und Gesetz in der BRD, könnte ein Buch-Titel heißen, die die Historie (erst seit „Entstehung der BRD“) einmal näher betrachtet. Das gute ist ja das der Mensch ein großes Mitteilungs-Bedürfnis hat und die geheimsten Geheimnisse eben nicht geheim bleiben;-)
    Das ist die systemische Blockade in der Bildung unserer Kinder und Enkel, die werden zu schlau als denkende, mit-fühlende, menschliche Wesen…hat alles immer einen Grund. Braucht jeder nur auf die Profiteure zu blicken und Ausschau danach zu halten, wir werden alle fündig werden.
    Schlau sind sie nicht, klug sind sie nicht, dafür um so gieriger nach Macht und Einfluss allein aus wirtschaftlichen Gründen.
    Für mich sind die Schlimmsten die Zuschauer, die wie die drei Affen, nicht sehen, nicht sprechen, nicht hören, wollen.
    Allerdings hat Bosbach gestern gesagt, sinngemäß:
    Früher war man ein Rebell wenn man eine Revolutionäre Bewegung anführte, heute ist man es weil man seine Meinung sagt und dabei bleibt!
    Bemerkenswert von einem Christlichen und sozialen Demokraten.

  7. rasch schreibt am :

    Wenn nur die übrig blieben, deren emotionale Intelligenz nicht in den Kinderschuhen stecken blieb und die sich einsetzen für die Aufarbeitung eines kollektiven Familienschicksals, dann wären das sehr wenige.
    Aber mit denen könnte man dann auch arbeiten..
    Stattdessen wird Wind gemacht um an Fahrt in ein glitzernes Fremdbild zu gewinnen..
    Das ist nicht gut und auch ich werde gelassen kontern..und muß es sein versteck ich mich auch immer wieder..

  8. Angela Ebert schreibt am :

    Sich in Sicherheit zu bringen vor systemischer Gewalt/Missbrauch, einer sozial-gesetzlichen Zielführung-feindliche Übernahme aller Rechtsgüter! ist klug, nicht feige! Es zeugt von erwachsener persönlicher Kompetenz, von Verantwortungs-Bewußtsein für sich selbst und in der logischen Folge, ganz natürlich, auch für andere Betroffene.
    Labor-Ratten sind wir nicht und stellen uns auch nicht mehr ohne Rückfragen zur Verfügung, schon gar nicht zur freien Verfügung!
    Denke ich an meine Therapiezeiten habe ich eine große Dankbarkeit für einige sehr wichtige Hilfestellungen durch authentische Therapeutinnen! Heute kann ich die Guten von den Schlechten nicht mehr unterscheiden, außer diese geben sich gleich zu Beginn einer Sitzung, oder Begutachtung, zu erkennen! Die letzte „Begegnung“ dieser Art machte deutlich das der Arbeitgeber des Berufsstandes Psychologe/Psycho-Therapeut/in die Zielvorgaben macht und diese müssen erfüllt werden. Ich habe mich gefragt wie muss sich ein hilfsbereiter Mensch da nur fühlen??? Das ist aber nicht meine Sorge, das ist die Sorge dieses Berufsstandes, muss auch da gelöst werden.
    Und selbst wenn ich das Vertrauen in mich selbst wiederfinde, trotz Irreführungen und tausenden von Umwegen auf dem Weg der persönlichen Heilung, ist jeder kleinste Schritt zu sich selbst ein Sieg der immerhin auch zu mehr Verständnis für den Mitmenschen führt.
    Es ist das Misstrauen das die Seele zerfrißt, sich immer wieder Auszeiten zu geben und schöne kleine Dinge erleben zu dürfen braucht nicht die Erlaubnis der Staatlichen Gewalten.
    Hilfebedürftigkeit wird seit mehr als 10 Jahren missbraucht, eine Absicht zur Rückkehr zum RECHTSSTAAT vor der Schröder-Agenda ist nicht erkennbar.
    http://www.pressreader.com/germany/hna-melsunger-allgemeine/20150725/281556584524020/TextView
    Die mutmaßlichen Täter bleiben auf freiem Fuß, bis die „Schuld“ begutachtet und bewiesen ist, natürlich, soviel „Rechte“ haben Opfer nicht! Bemerkenswertes Un-Rechtsbewußtsein!
    Vielleicht sollten wir mal diese vielen Missbrauchs-Aktivitäten und -Verfahren in der BRD „Im Auge behalten“, so wie sie UNS im Auge behalten!!? Viele schreiben ja hier, da könnte es sich lohnen genauer hinzuschauen?!
    Allein das es netzwerkb gibt ist schon richtig gut!
    DANKE!

  9. trotzalledem schreibt am :

    Ich finde den offenen Brief sehr richtig und überzeugend geschrieben. Es tut so weh, als Opfer, das sich tagtäglich noch mit den Folgen des Verbrechens herumschlagen muss, diese Schein- Anteilnahme der Politik und der Gesellschaft mitzuerleben, die wieder mit Stigmatisierung und gesellschaftlicher Ausgrenzung verbunden ist.
    Das Geld wäre sehr viel besser verwendet, wenn es den Beratungsstellen wie z.B. Zündfunke e.V. in Hamburg zur Verfügung gestellt würde, wo „Bedingt durch die starke Nachfrage nach Unterstützung sowie durch knappe Mittelvergabe leider nur einige Plätze zur Verfügung stehen“.
    Aber wir Betroffenen brauchen auch noch mehr Solidarität und Zusammenhalt, so dass wir endlich eine laute Stimme bekommen, die nicht mehr einfach überhört werden kann!!

  10. hildegard schreibt am :

    Das System ist krank. Wir alle aber sind diesem System verhaftet, aktiv oder passiv. Was also können wir tun?
    Laut wird das Netzwerk. Und das ist gut so.
    Leise, aber beharrlich werden wir von unten her selbst, vor Ort, wo unser Platz im Leben ist, immer hellhöriger und umsichtiger unsere eigene und die Wahrnehmung anderer schärfen und dann leise oder lauter alle Gewalt beim Namen nennen, die Außenstehende nicht sehen wollen oder nicht ‚fassen‘ können.
    Menschenrechte in der Demokratie haben heute größere Chancen denn je. Das ist die „Gunst der Stunde“.
    Wo aber Menschenrecht drauf steht, ist nicht JEDES Menschen Recht drin.
    Wessen Interessen sind es etwa, die ‚die systemische Blockade in der Bildung unserer Kinder und Enkel‘ wollen?? – denn ‚die werden zu schlau als denkende, mit-fühlende, menschliche Wesen‘ (Angela E.)!!
    ‚Gutachterei ist Männerdomäne‘ (wie Wilma berichtete)!
    Männerdomäne ist offenbar auch Amnesty International – ai vertritt Männerrechte statt Menschenrechte:
    „2003 hatte die neugewählte Präsidentin von ai, Irene Khan, eine Wende in diesem Denken erreicht. Kurzfristig. Die engagierte Feministin konnte sich jedoch nur sechs Jahre an der Spitze von Amnesty halten. Sie wurde 2009 weggemobbt.“ s. http://www.emma.de/artikel/amnesty-international-pro-frauenhaendler-330361

    Wie unabhängig ein staatlich bestallter Jurist die UAK vom großen Verschweigen abhängen kann, werden wir noch sehen …

  11. Angela Ebert schreibt am :

    Ja Hildegard, wir leben mittendrin und müssen lernen uns zu schützen, das ist das allerwichtigste um zu überleben! Trotzallem – trotzen wir also!
    Die Männer-Club`s, -Gang`s, -Interessen-Gemeinschaften, in diesem Staat, auf dieser Welt, sind über-mächtig und werden auch von Frauen tatkräftig unterstützt. Macht musss etwas sehr „berauschendes“ haben, vermutlich auch ein sehr hohes Sucht-Potenzial! 😉
    Betrachten wir uns einmal die Lebensweise von Süchtigen:
    Vermutlich bindet es weitgehend fast alle Kapazitäten und zwingt zu
    Beschaffungs-Kriminalität
    es mangelt an Selbstbestimmung und Un-Rechtsbewußtsein
    24 Std. eines jeden Tages sind ausgerichtet auf die SUCHT!
    Es gibt viel Literatur darüber zu lesen.
    Da bieten sich doch Möglichkeiten auf Dauer für die sensiblen und feinfühligen zumindest den persönlichen Kontakt zu vermeiden um weitern Schaden vorzubeugen!!?
    Das wäre ein Anfang

  12. hildegard schreibt am :

    Rausch und Sucht sucht sich selbst, sucht letztlich Ewigkeit, das Eine, das alle Menschen eint.
    Der nicht geerdete Mensch meint mit Gewalt sein Ziel suchen zu dürfen, glaubt an ewiges Sein, will alles haben, sieht rundum das große Nichts – verzweifelt.

    Es war einmal eine Familienministerin, die die bedrohten Kinder nach ihren Kräften retten wollte vor 20 Jahren – heute hat sie Richtlinienkompetenz.
    Dann eine, die auch retten wollte …
    Anschließend die mit dem dicken Dossier zum Kinderschutz …
    Die nächste gab ab an andere Zuständigkeiten …, macht lieber ihre Karriere in Drohnengeschäften – im Auftrag des chr.-soz. Regimes [MIT gesetzlicher Grundlage].
    Frauen an der Macht. Selbst gemachter Machtmissbrauch? Oder werden Frauen von Männern instrumentalisiert? Also Männerdomäne?
    Merken wir, wie menschliche Intelligenz Macht abgibt an Roboter, die sich verselbständigen werden, eines nicht mehr allzu fernen Tages.

    „CiA“ steht für Christen in Aktion: Laser an – Hauptschalter an – Waffen scharf – drei – zwei eins – Hauptschalter aus! (Drohnendoku, gestern im ZDF)
    ‚Präventiver Selbstschutz‘ sei das, ganz im Sinne der Verteidigungsministerin, die sehr genau weiß, dass sie mit ihrer Unterschrift Männern freie Jagd auf jedes Ziel gibt, dass mensch mit enthemmter Macht mit diesen Waffen töten wird, dass Geheimdienste willkürlich arbeiten und Zielpersonen zur gezielten Hinrichtung freigeben werden – egal mit welchen Kollateralschäden …
    Wahnwitzig, wie diese Welt in totaler Gewalt, in permanentem Kriegszustand versinken wird – zwangsläufig. Ziele werden immer Menschen sein!
    Da fehlt jedes Maß, jede Proportion …

  13. Claudia Rickmann schreibt am :

    Der Fonds ist ein Skandal.Ich wurde als Betroffene anerkannt u. fast alle meine Anträge, selbst ein Kühlschrank, den ich mir aufgrund meiner Sozialleistungen nicht leisten kann wg. einer materiellen Notlage, wurde mir trotz der Schilderung vom Sozialdienst, nicht einmal im Widerspruchsverfahren bewilligt.
    Ich werde gegen den Fonds für sexuellen Mißbrauch Klage erheben u. Hr. Rörig hatte nie auf mein Schreiben, daß mir nicht einmal ein Kühlschrank bewilligt wurde, nie geantwortet.
    Einem schwerbehinderten Menschen wie mir der durch sein Schicksal bis zum Lebensende gezeichnet ist, werden nicht einmal die erforderlichen Hilfsmittel vom Fonds bewilligt.
    Hr. Rörig ich frage Sie warum hat dann die Bundesregierung so einen Fonds erlassen?
    Wenn die Betroffenen noch den demütigenden Weg des OEG-Verfahrens wie ich hinter sich bringen mußten u. nicht einmal Geld für einen Kühlschrank bekommen?
    Ich finde es beschämend u. entwürdigend.

  14. rasch schreibt am :

    Ich weiß garnicht, geht es hier um diesen Fond in Berlin? Da wo die antragsannahme befristet war?
    Da habe ich letztes Jahr Ende September einen Antrag gestellt und vor einigen Wochen bis Monaten nachgefragt.
    Lapidar wurde mir mitgeteilt, ich versuchte die Dringlichkeit mit einem erneuten Vorfall zu erklären, aber da schrieb man mir der Fond wäre nur für Opfer von sexueller Gewalt im familiären Bereich.
    Daraufhin mailte ich wieder und betonte, daß aus dem Antrag doch diese Ursache auch hervorgeht, die geschilderte Situation nur ein weiteres Glied in einer Traumatisierungskette sei..

    Keine Antwort..bis dato.

    Irgendwie auch ein Mißbrauch wenn da nichts mehr kommt..

  15. hildegard schreibt am :

    Die Berliner Symbolpolitik wiegelt alle Versuche ehrlicher Klärung ab. Grundlagenforschung braucht es nicht mehr. Wir kennen aus der Forschung die Folgen der Gewalt!
    Wer will hier das Rad neu erfinden, um mit erniedrigenden Verfahren abzuschrecken, um von dem Gesetzes irrtum abzulenken, um Täter zu schonen,um den Staat vor Übernahme der Verantwortung abzuschirmen?
    Es braucht zum Schutz von Kindern die Gewaltforschung so wenig wie Tierversuche an Primaten. Ob Mensch oder Tier – das Leben wird benutzt zu niederen Zwecken. Täterschutz ist am Werk. LEBEN ist zu schützen!
    So lange die Floskeln und Versprechen aus der Politik Kinder (wie auch Tiere) nicht konkret vor den Attacken skrupelloser Ausbeuter bewahren und Opfer „entschädigen“, kann es sich nur um amtlich verordneten Aktionismus und Augenwischerei handeln. Das Recht in Deutschland befindet sich auf einer schiefen Ebene.

    Allererst sind zur Rettung der staatlichen Glaubwürdigkeit die Verjährungsfristen – auch rückwirkend! – aufzuheben.
    Es braucht unbedingt Transparenz und Wahrheitskommission. – Dann erst kann man von Opferschutz sprechen. Dann erst können Prävention und Rechtsfriede einsetzen. Dann erst zeigen Justitia‘ s Waagschalen Gleichgewicht an.

  16. rasch schreibt am :

    Es ist wirklich bezeichnend.
    Ein Opfer lenkt das Gespann gesetzliche Betreuung,Fond und OeG, wer wollte könnte alle Puzzleteile zusammenfügen und Mißstände darüber hinaus noch finden.
    Aber..ein Lenker ist zuwenig..er kann nur in Richtung „Verjährung“ lenken.

  17. Claudia R. schreibt am :

    Sehr geehrter Herr Rörig,
    ich werde meinen Fall u. wie mit mir durch den Fonds umgegangen worden ist, an die Presse u. an die Öffentlichkeit bringen.
    Es ist ein Skandal für die Betroffenen, daß sie bei der Antragstellung meistens gedemütigt werden.
    Und wenn man mir als schwerbehinderter SGB-II-Empfängerin nicht einmal einen Kühlschrank aufgrund einer Notlage über den Fonds bewilligt, dann ist das mehr als ein Skandal.
    Ich bin zutiefst gedemütigt daß ich um einen selbstverständlichen Gebrauchsgegenstand betteln muß oder um andere Hilfsmittel bzw. medizinische Behandlungen.
    Wie weit wollen Sie die Opfer noch demütigen, die bis zum Lebensende durch das erlittene Leid gezeichnet sind?

  18. rasch schreibt am :

    Habe bei dem Gespann noch den weissen Ring vergessen.

  19. rasch schreibt am :

    @ Claudia R.
    Es ist wirklich der Hammer. Ich hoffe Sie können noch gelassen bleiben.
    Berentet auf Zeit mit grunsicherung kann ich sogar ncihts dazu verdienen, lebe also noch ärmlicher als ein Hartz 4 Empfänger.
    Will ich mir von Betreuungsvereinen helfen lassen muß ich zusammen mit Tätern Freizeitangebote teilen.
    Wer will das schon??
    Wo es doch unser oberstes Gebot ist, sich von tätern zu distanzieren.
    Isolation wird vorprogrammiert. Das darf so nicht länger laufen.

  20. Claudia R. schreibt am :

    Der Fonds ist bei weitem brutaler aus rechtlicher Sicht als das SGB I-XII, heute teilte man mir telefonisch mit, der Antrag mit dem Kühlschrank würde nicht in die Richtlinien des Fonds passen.
    Das ist das Entwürdigenste was ich je erlebt habe.
    Man bestraft die Betroffenen vom sexuellen Mißbrauch in dem man sie in bitterster Armut verharren läßt u. ihnen nicht einmal die Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens, geschweige denn med. Hilfsmittel bewilligt.
    Was nützt mir eine Traumatherapie wenn ich keinen Kühlschrank habe weil ich mir diesen aufgrund einer aktuellen Notlage nicht leisten kann?
    Dann brauche ich auch keine Psychotherapie.
    Ferner wurden auch meine Anträge auf Fortbildung etc. abgelehnt.
    Die Akte umfasst nach fast 1 Jahr 200 Seiten u. ist jetzt beim Anwalt.
    Ist es Ziel des Fonds, die Betroffenen weiter zu demütigen?
    Armut ist häufig eine Konsequenz des erlittenen Leids u. aufgrund von schweren Traumata.

  21. klaraklara schreibt am :

    Ich habe vor einiger Zeit die Richtlinien des Fonds durchgelesen und fand sie viel zu eng. Ich kenne mehrere Betroffene, aber mir fiel niemand ein, dem ich den Fonds empfehlen könnte! Frage mich, was damit eigentlich gemeint ist. „Gute Opfer haben die richtigen Wünsche“ oder was? Schmerzensgeld zur freien Verfügung wäre eine faire Sache.

  22. Claudia R. schreibt am :

    Ein sehr trauriges Beispiel für den Fonds.Ich mußte den Fonds fast anbetteln, mir wg. meiner Behinderung einen Gehstock zu bewilligen, jetzt warte ich seit Monaten auf das Geld.Und die Bürokratie ist noch viel schlimmer als bei den sonstigen Anträgen für Sozialleistungen.

  23. Claudia R. schreibt am :

    Ich klage über einen Anwalt gegen den Fonds, ja Schmerzensgeld zur freien Verfügung wäre in Ordnung gewesen, ich mußte noch um meine Inkontinenzmatte beim Fonds betteln.Und es wird immer erwartet daß ich vom Hartz-IV-Regelsatz in Vorleistung gehe.
    Ich kann nur jedem inzwischen sagen, lasst die Finger von dem Fonds.Man ist retraumatisiert u. zutiefst gedemütigt, erst recht wenn man schon vom JC gedemütigt wird durch Hartz IV.
    Ich fühle mich auf das Tieste gedemütigt durch den Fonds u. fast alle Antragspunkte wurden abgelehnt.Ich bin erschüttert u. verletzt.

  24. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Man kann „von denen da oben“ nichts erwarten….es sind leere Versprechungen,Hinhaltetaktiken…wer denen noch glaubt , kann nur enttäuscht werden.Das Ziel ist nämlich nur einigen Leuten Geld und Jobs zu verschaffen…aber nicht den Betroffenen…Es geht nicht um Aufklärung und Hilfe für die Betroffenen…das muss mittlerweile klar sein…

  25. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Ich-für meinen Fall als Betroffener an der Odenwaldschule-habe nie ein Wort der Entschuldigung,der Erklärung oder gar der Aufklärung oder gar Entschädigungszahlungen-keinen cent!!!-erhalten .Vielmehr bin ich heute in Deutschland-seit meinem Coming out als Betroffener-sozial isoliert und marginalisiert.Ehemalige Freunde und Verwandten wollen nichts mehr mit mir zu tun haben….währendessen werden etliche Täter und Mittäter der Odenwaldschule immer noch gesellschaftlich sehr hoch gehalten…vom Mitwissern ,die es dort massenhaft gab , will ich erst gar nicht anfangen..deren gesellschaftliche Reputationen wurden seit 2010 nicht geschmälert…tja so läuft das eben in Deutschland…und irgendwelche teuren Kommissionen sollen dem Volk nur Sand in die Augen streuen und vorgeben das alles in bester Ordnung sei…

  26. Beate Lindemann schreibt am :

    Lieber Ex-Odenwaldschüler, jedes Mal wenn ich das lese was Du und andere schreiben, kann ich es nicht fassen, Bzw. kann ich es doch fassen, denn ich weiss ja wie es ist. Deshalb muss sich auch grundlegend etwas ändern. Sicherlich sind kleine Schritte, sofern sie ernst gemeint sind auch gut und wichtig. Aber sie sind oftmals nur Kosmetik. Ich persönlich versuche es nicht mit glauben “ es wird sich ändern“, sondern damit: “ ich habe Ziele“. Die Rechte und der Schutz von Kindern vor den Rechten und dem Schutz der Täter und Mithelfer sind das Prinzip um das es geht. Und dieses existiert in Deutschland noch nicht. Ich unterstelle vielen Menschen keinen bösen Willen. Oft ist es Unwissenheit, der Zusammenhänge, auch der Konsequenz einer inkonsequenten und letztendlich damit täterloyalen Haltung, die Menschen bewusst gemacht werden muss. Die Erziehung dazu, dass das Kind für den Erwachsenen „da“ ist, sitzt tief in der deutschen Seele. Allerdings entscheiden sich erwachsene Menschen dafür wie sie handeln, wen sie wählen, und wem sie applaudieren. Diese Entscheidungen, auch hinsichtlich prominenter Täter, Bzw. Loyalen sind ein klares Ja zu einer täterotientierten Haltung. Das müsste verpönt sein. Es wird nur dann verpönt sein, wenn Gesetze und Kampagnen wirklich tiefgreifend angesetzt werden. Bisher liegt der Schwerpunkt auf Beratungsstellen- und es ist gut, dass es Beratung gibt- aber eben nicht auf einer konsequenten und nicht verjährenden Tätersuche und einer breit angelegten Kampagne der Ächtung von sexueller Gewalt und weiteren Massnahmen um die Bevölkerung jenseits von Mitleidsbekundungen aufzuklären über sexuelle Gewalt und Misshandlung an Kindern und die jeweils eigene Verantwortung für eine klare Haltung.

  27. Angela Ebert schreibt am :

    Ja so ist das:
    .Vielmehr bin ich heute in Deutschland-seit meinem Coming out als Betroffener-sozial isoliert und marginalisiert.Ehemalige Freunde und Verwandten wollen nichts mehr mit mir zu tun haben….währendessen werden etliche Täter und Mittäter der Odenwaldschule immer noch gesellschaftlich sehr hoch gehalten…vom Mitwissern ,die es dort massenhaft gab , will ich erst gar nicht anfangen..deren gesellschaftliche Reputationen wurden seit 2010 nicht geschmälert…tja so läuft das eben in Deutschland…und irgendwelche teuren Kommissionen sollen dem Volk nur Sand in die Augen streuen und vorgeben das alles in bester Ordnung sei…
    Ich möchte mit gesellschaftlich anerkannten MISSBRAUCHERN und deren Nutznieser auch nicht`s mehr zu tun haben, ganz ehrlich!
    Wäre bei uns Betroffenen nicht so eine große Scham, so viel Misstrauen, könnte man sich zusammentun!
    ICH schäme mich nicht!
    Meine persönliche Reputation wird seit vielen Jahren angegriffen und per Gesetz und SG individuell beschädigt. Es ist bisher strittig, ich bin der Meinung eine RECHTSGRUNDLAGE ist das nicht.
    Würde braucht Un-Rechtsbewußtsein (Luise Reddemann)
    das hat nicht Jede/r, nicht wirklich mein Problem!!!
    Es wird lediglich versucht es zu meinem Problem werden zu lassen, so sind Menschen, je eher wir das verstehen umso besser wird der Eigenschutz entwickelt und die so sehr geforderte Eigenverantwortung 😉
    Opfer sollen halt Opfer bleiben, das ist unmissverständlich die politische Zielführung in der BRD?!! WIR sollte sie eines Besseren belehren durch unsere WÜRDE/Reputation die wir schützen wie einen kostbaren Augapfel!!!
    ICH bin draussen und ich will auch nicht wieder rein, so einfach sehe ich es, ernsthaft!
    Ich weis auch das nicht viele Betroffene das Glück haben unabhängig zu sein, ausser für staatliche Beamte und andere Amtsträger, es zu werden ist erstrebenswert, dies widerspricht aber nun wieder einmal der politischen Agenda-Zielführung in der BRD.
    Für eine selbstbestimmte, eigenverantwortliche und unabhängige Lebensführung gilt es zu kämpfen, bis zum Ziel!!!

  28. rita ratlos schreibt am :

    Hallo,
    ich habe heute den Fragebogen heruntergeladen und versucht, ihn auszufüllen. Unmöglich, ich kann das nicht. Vor Jahren habe ich versucht, über den Weißen Ring Hilfe zu bekommen. Auch dort haben mich die Fragen erschüttert und ich habe davon Abstand genommen, Hilfe zu beantragen. Ich verstehe ja, dass ein „Nachweis“ erbracht werden muss, um die Hilfen zu beantragen aber hat sich mal jemand Gedanken darum gemacht, was es für die Betroffenen bedeutet, sich damit auseinander zu setzen? Selbst wenn man damit zu einer Beratungsstelle gehen würde, sind die Hürden viel zu hoch, um auf diesem Weg Hilfe zu erlangen. Hilfe wäre so dringend nötig – aber ohne belastende Fragen. So werden sich auch weiterhin viele Betroffene zurückziehen, schweigen und so tun, als ob das Leben zu bewältigen wäre.

    Irgendjemand sagte mal zu mir, dass man ein Trauma ja auch mal verarbeiten haben müsste, dass es irgendwann mal gut wäre.
    Nach jahrelangem Hin und Her, Therapien und Rehas, glauben Sie mir – es ist niemals gut damit. Das Leben der Betroffenen ist um eine schreckliche Dimension reicher.

  29. Hubert schreibt am :

    @Rita
    selbst wenn du in der Lage wärest, so ein Fragebogen auszufüllen, dann würde man zu dir wahrscheinlich noch sagen, daß es so schlimm dann ja garnicht sein kann.
    Denn wer in der Lage ist, seine Trauma aufzuschreiben, der hat es quasi schon verabeitet und ist geheilt.
    Will damit sagen, daß die es nach eigenem Ermessen drehen und wenden können wie sie wollen. Passt denen deine Nase nicht, hast du schon verloren.
    Solche Anträge dürften eigentlich keinem Glücksspiel gleichen, was aber leider oft der Fall ist, wie diversen Kommentaren zu entnehmen ist.
    Ein Dilemma!

  30. Savina schreibt am :

    Dieses ganze „Unterstützungs-Angebot“ ist komplett undurchsichtig, in keinster Weise transparent und deshalb auch nicht kooperierend mit denen, denen gegenüber einmal, vor Jahren, Unterstützungs- und Hilfs-Versprechungen gemacht wurden.
    Ein transparentes Angebot auf Augenhöhe, bei dem Empathie ersichtlich und zu spüren ist, wurde da nicht erarbeitet.
    Aber genau das wäre not-wendig gewesen….
    Auch ich war als ich zum ersten Male diesen Antrag gelesen hatte, zutiefst ent-täuscht, spürte Verletzung, Demütigung und dann auch Zorn als erste Reaktionen auf diesen unverschämt formellen Antrag. Ein Antrag ohne Herz, ohne Gefühl, ohne Gewissen. Der Antrag sagt durch seine so kaltherzige, extremst formale und distanzierte Form etwas aus über diejenigen, die ihn erarbeitet haben und damit für mich eine „Vor-Täuschung von Unterstützung“ für gequälte, gedemütigte, bereits schon lange zuvor in den Dreck menschlicher Abgründe getretene Menschen abgeliefert haben. Das ganze ist eine Farce und eine Zumutung, aber auf dem Etikett steht „HILFE“.

    (Erst vor kurzem sagte jemand aus dem sozialen Bereich zu mir, dass das mit der Hilfe wohl nicht klappen könne, weil sonst wohl auch noch die ganzen Unfall-Opfer ankommen würden, um etwas haben zu wollen…. Ich war einfach nur sprachlos. Auch wähle ich immer ganz bewusst nie das Wort Opfer sondern das Wort Betroffene oder Überlebende, wenn ich die höchst komplexe Problematik der Überlebenden bzw Betroffenen von sexueller Gewalt anspreche…..)

  31. rasch schreibt am :

    Also als ich ihn runtergeladen habe im letzten Jahr, habe ich es nur gemacht weil dort stand, der VDK würde dabei helfen ihn auszufüllen.
    Als ich dann dort Mitglied wurde, wußten die von nix!!

  32. rasch schreibt am :

    Nicht anders in diesem Chat vom SKF
    http://skf-koeln.s11cms.de/cgi-bin/gtchat/chat.pl

    Gesprächszwang!!!
    Obwohl eine Besucherin dasselbe aussagte wie ich, froh sein zu können nur „da“ sein zu dürfen, wurde mir der weitere Kontakt untersagt wenn ich mcih nicht mitteile in einem Einzelgespräch.
    Ein Haufen Ehrenamtlicher, vielleicht berufstätig bei Polizei oder sonstwo..

    Ich finde es unfassbar..armes Deutschland.

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