Auffälligkeiten bei Kindern in Kita Igstadt

08.08.2015: Wiesbadener Tagblatt

Wiesbaden: Sexualisierte Gewalt? Auffälligkeiten bei Kindern führen in Kita Igstadt zu heftigem Konflikt

WIESBADEN – „Wir nehmen solche Erzählungen über sexualisierte Gewalt unter Kindern sehr ernst und gehen dem mit der gebotenen Sorgfalt nach. So ist es auch in diesem Fall“, versichert Volker Rahn, Pressesprecher der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Nach Schilderungen von Kindern gegenüber ihren Eltern soll es Mitte Juni in der evangelischen Kindertagesstätte in Igstadt zu Übergriffen unter Kindern gekommen sein. In der Kita werden derzeit 60 Kinder durch drei Voll- und zwei Teilzeitkräfte betreut, 38 Kinder in Ganztagsbetreuung. Weiter lesen…

Mainzer Kindertagesstätte ‘Maria Königin‘

7 Kommentare

  1. hildegard schreibt am :

    Was könnte denn in solchen Fällen ein UBSKM tun? NICHTS! Keine Befugnis! Herr Rörig würde völlig ratlos dreinschaun bei künftig sich häufenden Anfragen entsetzter Eltern zu solchen Fällen …
    Und mir scheint, wir werden uns in Zukunft noch VIELERORTS auf von Kindern kopierte Gewalt einrichten müssen!

    Gewaltentwickung hat ihre Ursachen.
    Politisch wurde geflissentlich weggeguckt, 70 lange Jahre.
    Politisch muss nun etwas geschehen, damit Hilfe vor Ort per Notruf für akute Gefahr im Verzug direkt zugänglich wird. Vor Ort. In jeder Kommune. Für jedes Kind! Der Weg MUSS kurz sein, um die Schäden bei ALLEN Kindern sofort aktiv eingrenzen zu können.

    Eltern sind auf Kitas angewiesen. Kinder kommen mit den Problemen anderer Familien nach Haus. Eltern wundern sich. Wie sollen sie als berufstätige Eltern rechtzeitig Probleme ihrer Kinder erkennen, auffangen und schnell beheben können angesichts der gesellschaftlichen Gleichgültigkeit gegenüber den Kindern, den Arbeitsbedingungen der Eltern UND der medialen und allgemein verbreiteten Verrohung?
    Eltern sind überfordert.
    Sozialpädagogen fehlen – auch in den Schulen. Eltern verzweifeln über viel zu knapp bemessenem Personal (und die Politik hat kein Geld zur Bereitstellung – behauptet aber, jedes Kind werde mitgenommen …)

    Das Thema müsste längst den 1. Rang in der politischen Agenda haben – sowohl im Bundeskanzleramt als auch (zumindest) in Familien-, Bildung- und Sozialpolitik! Kinder müssen Vorrang haben.

    Frau Bundeskanzlerin, machen Sie dies endlich zur Chefinsache! Und vergessen Sie auch nicht die MILLIONEN Verbrechensopfer, die aufgrund eines Justizirrtums, der Verjährung von Seelenmord, keine Anerkennung, kein angemessenes Schmerzensgeld für lebenslanges Leiden erhalten. – Wie viele sind am TÄTERSCHUTZ zerbrochen …!

  2. Stefan schreibt am :

    Keine Verletzungen ??????????
    „Jungen haben Mädchen mit Sandschippen auf den Po und die Scheide gehauen.“Kinderärztliche Untersuchungen stellen keine Verletzungen fest“.
    Eine Kinder- und Jugendärztin hat in diesem Fall eindeutig Verletzungen betroffener Kinder festgestellt die Ihnen von anderen zugefügt wurden. Insofern kann also keine Rede davon sein, dass betroffenen Kindern keine Verletzungen zugefügt wurden. Zum anderen ist es wirklich schlimm wie derzeit eine Hetzjagd auf die betroffenen Eltern gemacht wird. Mütter werden auf offener Strasse angefeindet und trauen sich teilweise nicht mehr aus dem Haus. Überwiegend sollen hier Eltern die eigentlich nicht betroffen sind sehr massiv auftreten. Es bleibt zu hoffen, dass verantwortliche Stellen hier das Geschehen nicht nur oberflächlich analysieren um so schnell wie es geht wieder zur Tagesordnung überzugehen. Die Mainzer Vorfälle zeigen das Prävention über sexuelle Gewalt ein Dauerthema ist. Bleibt zu hoffen, das dies beteiligte Stellen erkennen und danach handeln.

  3. hildegard schreibt am :

    Ein hausgemachtes Klima der Angst, wo Transparenz fehlt …
    Was ist denn nun wahr? Wo genügend verschleiert und vertuscht wird, darf schön-geredet und offensichtlich auch das Recht verdreht werden?

    Wie weit reichen eigentlich die juristischen Fehleinschätzungen in unserem Land? Offenbar ist man in anderen Ländern weit mehr als hier am Wohl von Kindern interessiert. NICHTS gegen eine vernünftige Ökonomie – aber bitte NUR im Abgleich mit dem Recht der gesellschaftlich Schwächsten!

    Wer blockiert unsere Justiz, wer die Gesundheits- und Sozialpolitik? Welch übermächtige Täterlobby??

    Es braucht sehr gescheite PolitikerInnen – gescheiterte gab es in der Vergangenheit genug! – um das Ruder endlich in die richtige Richtung zu drehen. Warum waren sie mit ihrem Kinderschutzwillen bislang gescheitert??

  4. Angela Ebert schreibt am :

    Hildegard, zu Deiner be-merkens-werten Frage:

    Wer blockiert unsere Justiz, wer die Gesundheits- und Sozialpolitik? Welch übermächtige Täterlobby??

    Mit dieser Deiner Frage ist eine „Persönliche Verantwortung“ vermutlich ausgeschlossen??? Amts-Haftung demnach auch???
    Die Staatlichen Gewalten sind von einzelnen Menschen, von Amtsträgern, besetzt, organisiert. Da scheint soetwas wie ein Krieg um die Posten, um Macht und Einfluss, natürlich auch um Geld, vor-zu- HERRSCHEN. Eine Vermutung meinerseits 😉
    Das geht ja bis in die regionalen Politik-Partei-Strukturen hinunter!
    Mafiöse/kriminelle Banden-Strukturen sind meist eine Gemeinschafts-Leistung, die sich daraus ergebenden strukturellen Zwangs- und Gewalt-Systeme sind es auch. Meist stecken Idiologien/Überzeugungen dahinter, wie schon in früheren, bewährten Zeiten. Vermutlich diese Schröder-Agenda-Idiolodie, der alle politischen Gremien ver-fallen sind. Es hat den Anschein das der werte Herr etwas sozio-pathisch unterwegs war, Vorbilder hatte der ja auch reichlich incl. der schriftlichen Propaganda-Hilfen. Dies scheint ein weit verbreitetes Krankheits-Bild zu sein, weil wir ja auch ein Täter-Volk sind/waren.
    Meine Bitte ist, genauer hinzuschauen, persönliche Verantwortung nicht im „irgendwo“ zu suchen, wir finden sie auch im näheren Umfeld, z.B. auf Kreis-Ebene, Stadt- Gemeinde-Ebene, die Stufen der zuständigen politischen Parteien-Hirarchie langsam weiter hinauf, immer! Wir finden sie auch bei den Un-Zuständigen, weil Idiologien ALLES durch-dringen, das ist die ZIELFÜHRUNG einer Idiologie!
    Nicht verzetteln, schön langsam atmen.
    ICH warte nicht auf „verantwortungsvolle Politiker“, woher sollen die den kommen? Das System ist so wie es ist, da muss sich viel ändern, sorry!
    Noch einmal von vorne:
    Wenn der Überlebens-Wille vorhanden ist, ebenfalls ein Mindestmaß an Selbst-WERT! und unerläßlich die Eigen-Verantwortung!, MUSS in einem solchen perversen System der SELBST-SCHUTZ im Vordergrund stehen, oder nicht??
    Nachdenken und spüren, merken, fühlen!
    MIR sind die gesetzlichen Schädigungs-Absichten und die dazu notwendigen politischen Strategien zum VORBILD geworden, habe viel gelernt!!
    Nur ein paar Gedanken und meine völlig unmaßgebliche Meinung.
    Gruß
    Angela

  5. Lilly Maier schreibt am :

    „Kindesmissbrauch kommt so häufig vor, dass man davon ausgehen kann, dass in jeder Kindergartengruppe, in jeder Schulklasse, in jeder Nachbarschaft oder Verwandtschaft, misshandelte Kinder zu finden sind“, kann man auf der Homepage der Frauenärzte im Netz (http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_kindesmissbrauch-hohe-dunkelziffer_243.html) nachlesen.

    Die Techniker Krankenkasse schreibt: „Für viele Mädchen und Jungen gehört sexuelle Gewalt zum Alltag. Sie kommt so häufig vor, dass man davon ausgehen kann, dass in jeder Kindergartengruppe, in jeder Schulklasse, in jeder Nachbarschaft oder Verwandtschaft Kinder zu finden sind, die sexuelle Gewalt erleben oder erlebt haben“ (https://www.tk.de/tk/kinder-und-jugendliche/kindesmisshandlung/kindesmisshandlung/213344).

    „Am häufigsten betroffen sind Kinder im Kindergarten und Grundschulalter, doch auch schon Säuglinge und Kleinkinder werden sexuell missbraucht“, so der Verein Zartbitter e.V.. Besonders gefährdet, Opfer sexueller Ausbeutung zu werden, sind demnach (u.a.) „sehr junge Kinder (bis ca. 4 Jahre). Kleine Mädchen und Jungen sind aus Tätersicht relativ „sichere Opfer“, denn diesen wird von Dritten – auch von Gerichten – noch weniger geglaubt als Kindern, die schon älter sind“ (http://www.zartbitter.de/gegen_sexuellen_missbrauch/Muetter_Vaeter/2050_welche_kinder_werden_missbraucht.php).

    Wieder einmal zeigt sich, dass zwischen dem, was tatsächlich bereits an Informationen und Wissen über sexualisierte Gewalt an Kindern bekannt ist, und dem, was von der allgemeinen Bevölkerung, von Fachkreisen, zuständigen Trägern, usw. wirklich WAHRGENOMMEN wird, große Unterschiede bestehen.

    Noch immer geistern in den Köpfen der meisten Menschen Annahmen wie die, dass sexualisierte Gewalt gegen Kinder äußerst selten ist, es sich um „bedauerliche Einzelfälle“ handelt und diese auch immer ganz weit weg woanders passieren. Noch immer weigern sich viele Menschen anzuerkennen, dass Täter nicht wie asoziale Monster aussehen, sondern dass sie äußerlich von Nichttätern nicht zu unterscheiden sind.

    Wer die bislang bekannten Forschungsergebnisse und Statistiken ernst nimmt, dem muss klar sein, dass sich IN JEDER Kindergartengruppe, IN JEDER Schulklasse, IN JEDER Freizeitgruppe Kinder befinden, die bereits sexualisierte Gewalt erfahren haben. IN JEDER!! Und zwar – auch das zeigen die Forschungsergebnisse – je jünger das Kind, desto näher der/die Täter/in.

    SCHON LANGE (!!) bekannt ist ebenfalls, dass ein Teil der kindlichen Opfer von sexualisierter Gewalt ihre Traumata durch eigenes gewalttätiges (und tw. sexualisiertes) Verhalten ausagieren. Das nennt man Coping- bzw. Bewältigungsstrategie.

    Wenn also IN JEDER KiTa, IN JEDEM Kindergarten usw. Kinder anzutreffen sind, die bereits sexualisierte Gewalt erfahren haben, fragt man sich zum wiederholten Male, warum dieser erneute Bekanntwerden von (möglichem) Kindesmissbrauch in einem Kindergarten (bzw. Auffälligwerden von Opfern) so dermaßen hohe Wellen schlägt.

    Und man fragt sich auch, warum solche Fälle nicht dazu genutzt werden, die entsprechenden Hintergrundinformationen zu kommunizieren. Das könnte helfen, das allgemeine „Unwissen“ und die falschen Vorstellungen über sexualisierte Gewalt an Kindern zu verringern und damit den Schutz zu erhöhen.

    Nun, offenbar ist es für viele noch immer sehr schwer, anzuerkennen, wie verbreitet sexualisierte Gewalt gegen Kinder ist und wie viele Täter und Täterinnen in ihrem direkten Umfeld anzutreffen sind

  6. hildegard schreibt am :

    Angela, aber ja gibt es die Verantwortung. Privat. Persönlich. Für mich. Ja!
    Das Gemeinwesen übernahm die Verantwortung anstelle arbeitender Eltern, steht also „für das ganze Dorf, das für ein Kind da sein sollte“ …

    Der Spielraum beim Personal in Kita, Schule, Klinik ist massiv eingeengt. Wie sie sich zu verhalten haben, wird bis ins Detail von Vorschriften geregelt. Hinweise über Missstände nur über den Dienstweg. Was warum in wessen Schubladen oder Schreddern landet, kann am Ende kein Mensch mehr prüfen. Vorgesetzte lassen den Sumpf wachsen, der Kinder schädigt. Machtpoker gegen die Eltern und abhängigen Mitarbeiter am unteren Ende. Das Recht des Stärkeren – Schröder war nicht der erste.

    Es braucht – AUCH politisch – die Lösung dieser Probleme, die uns zutiefst treffen (weil selbst betroffen), Führungskräfte zur Entwicklung der positiv veränderten Lebenshaltung, die uns die durch die Gewalt zerstörte „Entfaltungshaltung zurück schenkt“, von der Hüther spricht.

    Mainz und Idstadt ist überall.

  7. Angela Ebert schreibt am :

    hildegard,
    JA, stimmt!
    Es hat den Anschein die erschreckenden Vorhersagen, des Dachau Institut (Psychologie), werden sich bewahrheiten, und niemand fühlt sich da zuständig oder verantwortlich dem Wahnsinn etwas positives entgegen zu setzen.
    Es hat für mich den Anschein das politische Verantwortung nicht ernsthaft genug betrieben wird. Und Hüther hat in vielen Vorträgen realistische Lösungen angeboten, auch fachlich/sachlich hervorragend begründet!, mit der Umsetzung funktioniert es halt nicht.
    WER wird für diese ganzen Folgen die Verantwortung übernehmen? Da wird sich niemand finden, weil sich alle bis zum Erbrechen ab-sichern, auf Vorschriften berufen, auf die gesetzlichen, auf Weisungen von oben, auf Erlässe, und die Gerichte werden wie immer die Hand darüber halten. Die Auseinandersetzungen werden sich mehren und wehe wer sich nicht vorsieht, voraus-denkt, sich zu schützen weis/es kann, in der Lage ist.
    Sieht alles nicht gut aus, das Vertuschen und täuschen/irreführen hat eine „Qualität“ angenommen die bemerkenswert ist!
    ICH kann eine echte Bereitschaft der Politik und der staatlichen Gewalten zu mehr Klarheit oder Rechtssicherheit nicht wirklich erkennen, Lippenbekenntnisse. Und die Gefahr ist groß dabei unterzugehen.
    Unsere individuellen, persönlichen Möglichkeiten der demokratischen Einflussnahme sind seit jahrzehnten geschrumpft, DABEI arbeiten die Sozial-Behörden und -Gerichte ganz hervorragend zusammen!
    Es ist so wie es ist, darum, niemals aufgeben!
    In der Politik passiert nur etwas wenn Druck erzeugt wird, wird offen von Politikern aller Coulleur bekundet! Dann kriegen sie halt Druck, wenn es so gewünscht wird.
    Wir sind uns ja hier einig, anderswo auch 😉

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