Ethik ist wichtiger als Religion

31.08.2015

Der Appell des Dalai Lama an die Welt: Ethik ist wichtiger als Religion
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Kurzbeschreibung

In seinem Appell an die Welt entwirft der Dalai Lama eine neue säkulare Ethik als Basis für ein friedliches Jahrhundert. Nicht Religionen werden die Antwort geben, sondern die Verwurzlung des Menschen in einer Unterschiede überwindenden Ethik. Ein herausfordernder wie mutmachender Text eines bescheidenden wie bedeutenden Mannes unserer Zeit. Weiter lesen…

19 Kommentare

  1. Stoptibetanbuddhism schreibt am :

    Auch ich frage, der Dalai Lama?

    Eins der wichtigsten und unübertroffensten Bücher zum tibetischen Buddhismus:
    Viktor und Viktoria Trimondi: „Der Schatten der Dalai Lama“. Die Autoren sind Kulturwissenschaftler und haben das aggressive, sexualmagische, zutiefst frauenverachtende „Kalachakra Ritual“ des tibetischen Buddhismus analysiert.
    Hier eine der Rezensionen des Buches bei „amazon“:
    https://www.amazon.de/product-reviews/3491724074/ref=acr_search_hist_5?ie=UTF8&filterBy=addFiveStar&showViewpoints=0

    Die Website der Autoren:
    http://www.trimondi.de

    Weiter ein Buch:
    Bruno Waldvogel-Frei: „Das Lächeln des Dalai Lama“. Ein gelungener Überblick über das Buch der Trimondis, aber wissenschaftlich nicht so differenziert, was aber nicht nötig ist, um einen guten Überblick zu erhalten.

    Die Website einer Amerikanerin, die 30 Jahre im tibetischen Buddhismus war und zehn Jahre gebraucht hat, um sich zu regenerieren:
    http://www.extibetanbuddhist.wordpress.com

    Als einziges Anti Kult Portal in Europa setzt sich das Portal „Dialogueireland“ mit dem sexuellen und rituellen Missbrauch im tibetischen Buddhismus auseinander. Dort sind viele Artikel und Posts zu finden:
    https://dialogueireland.wordpress.com/

  2. Stoptibetanbuddhism schreibt am :

    Heute Morgen ist meine Konzentration wohl nicht besonders gut, und ich vergesse die Hälfte.
    Bei den Rezensionen bei „amazon“ zu dem Buch „Der Schatten des Dalai Lama“ weise ich speziell auf die Rezensionen hin mit den Überschriften:

    „Gut recherchiert, hätte leider aber besser insider/in verfasst.“

    und

    „Ein Buch, das mich bewegte“

    Der Dalai Lama vertuscht natürlich den sexuellen und rituellen Missbrauch innerhalb des tibetischen Buddhismus mit seiner „smiling love and empathy Strategie“, denn die sexualmagischen Tantras (heilige Schriften) schreiben diesen Missbrauch schließlich vor. So schützt er auch konsequent einen der größsten Missbraucher dieses Kultes, Sogyal Rinpoche, der in Frankreich lehrt und der seit Jahren mit Missbrauch und Misshandlung auffällt. Rinpoche heißt übrigens übersetzt „Juwel“ und ist genau so ein Titel wie Lama. Einen Prozess in Amerika, der mit einem Vergleich ausging, hat er bereits hinter sich. Jetzt könnte der zweite folgen.
    Der kanadische Hypnotherapeut Henri Jolicoeur berichtet in diesem Video über diesen Missbraucher und über Kulte:

  3. hildegard schreibt am :

    Ethik wird Religion ersetzen! Und unsere Ketten werden wir übermorgen gesprengt haben, ganz so, wie Udo Jürgens in seinem Lied ‚Sänger in Ketten‘ sagte „… aus Kindern werden Leute und die Utopie von heute wird die Wirklichkeit von Übermorgen sein.“ (Album: Ohne Maske).

    Auch der Allmachts-Wahn religiöser Würdenträger entlarvt sich mehr und mehr, und zwar in allen Religionen. Die Gesellschaft braucht Aufdeckung, Aufklärung und Informationen über die Praktiken JEDER Glaubensrichtung. HEUTE kann geliefert werden, was bisher aus den Überlieferungen ausgeblendet werden durfte.

    UNTERWERFUNG war Programm von Staaten und Religionen.
    Als Seelenmord bezeichnen wir heute, was der Machtmissbrauch all unserer Täter beabsichtigt hatte.
    Als Seelenmord wird nach heutigem Wissensstand eine allmählich erwachende Untertanengesellschaft die millionenfachen Verbrechen an Kindern künftig wahrnehmen MÜSSEN, wenn sie sich denn weiter entwickeln will.
    Die offene Gesellschaft WIRD das Menschenbild ändern!
    Die Verleihung des „Aachener Friedenspreise“ an die Afrikaner, den Imam und den Bischof für gemeinsame Friedensarbeit war gestern ein Beispiel für gelungenes Miteinander der Religionen – das ist Ethik.

  4. Lilly Maier schreibt am :

    Ich frage mich schon, was auf einer Seite für Betroffene von sexueller Gewalt die Anpreisung des Dalai Lama soll? Und ob man(n) das stur weiter durchziehen soll angesichts dessen, was im (im Kommentar 1 verlinkten) EMMA-Artikel zu lesen ist:

    „Gerüchte und Berichte über sexuell-ausbeuterische Beziehungen tibetischer Lamas zu (West-)Schülerinnen hatten sich allerdings in den letzten Jahren derart verdichtet, dass selbst der Dalai Lama Position beziehen musste. Er gestand ein, dass es „gelegentlich zu sexuellem Missbrauch“ gekommen sei, wälzt aber die Schuld daran auf die jeweiligen Schülerinnen ab, die „ihre spirituellen Lehrmeister zu sehr verwöhnen; sie verderben sie“.

    Durchaus rechtens sei es nach tantrischer Lehre, ein Mädchen, das die sexuelle Vereinigung verweigert – schon Achtjährige werden dazu herangezogen –, dazu zu zwingen. Mit Frauen fortgerückteren Alters solle tunlichst kein Sex mehr praktiziert werden: Ab 30 werden sie nur noch als „Hundeschnauze“, „Schakalfratze“, „Eulengesicht“ und dergleichen bezeichnet.“

    Diese „Erklärungen“ (dass eine angebliche Lehre vorgibt, dass man Kinder entsprechend ausbeuten darf) ebenso wie „Begründungen“ (wonach angeblich die Opfer die Täter „verderben“) kennen wir doch schon von anderen Tätern. Es geht immer nur um ihre Macht, ihre „Erleuchtung“, ihre „Transformation“, ihre Egostabilisation oder – ganz banal – Befriedigung.

    „Bei Tantra geht es stets um die Transformation sexueller Energie in Macht, von Macht über einzelne Personen bis hin zur phantasmagorischen Macht, auf das Geschehen des Universums Einfluss zu nehmen. Zur Freisetzung derartiger Allmacht, die jede Polarität des Seins transzendiert, benötige der „männliche“ Lama spezifisch „weibliche“ Energie.“

    Ist das die Art von Ethik, die wichtiger als Religion sein soll????????

  5. Lilly Maier schreibt am :

    „Die jungen Gespielinnen – so erklärte das geistliche Oberhaupt der Tibeter noch zusätzlich – würden in der tantrischen Literatur u.a. nach der Form ihrer Genitalien klassifiziert: So gebe es die „Lotos-artige“, die „Reh-artige“, die „Muschel-artige“ oder die „Elefanten-artige“. Auch wenn diese Mädchen in Tibet vielleicht hoch angesehen werden und ihre gelegentliche Minderjährigkeit mit einem anderen Heiratsalter zu tun haben mag, so hat man es hier doch nicht mit einer Partnerschaft zu tun, sondern mit dem Gebrauch eines Objektes, das nach seinem Funktionieren wieder entlassen wird.“

    Dass die buddhistische Praxis nicht so weit von der der RKK (und/oder anderer Religionen) entfernt ist und damit allen Gefahren beispielsweise hinsichtlich Machtmissbrauch, Schweigen und Täterschutz einer „geschlossenen Gesellschaft“ unterliegt, zeigt dieses Zitat:

    „Da von June Campbell [Aussteigerin] absolutes Stillschweigen über ihre Tätigkeit verlangt wurde, war es ihr zunächst nicht möglich, aus diesem Bannkreis auszubrechen, zumal sie mit Horrorgeschichten über das Schicksal von Mudras, die geplaudert hatten, eingeschüchtert wurde: „Menschen, die nie eine Tradition wie die tibetische von innen kennengelernt haben, mögen solche Ängste für völlig überzogen halten, doch in geschlossenen Gruppen dieser Art kann schnell eine autoritäre ‚Kultur der Insider‘ die Herrschaft übernehmen.“

    Ihr Schicksal war kein Einzelfall: Auch andere Lamas missbrauchten das Vertrauen ihrer Schülerinnen, so dass sich selbst der Dalai Lama damit beschäftigte und genaue Untersuchungen anregte. Selbst wenn man die Vergehen einzelnen fehlbaren Individuen anlastet, so spiegeln sie doch auch die unheilvolle „Allianz von Religion, Sexualität, Macht und Geheimhaltung“, wie sie für das lamaistische Mönchswesen typisch ist. Diese Männer, die – so Campbell – früh ihren Müttern weggenommen wurden und nie eine Möglichkeit hatten, sich selbst als gewöhnliche Menschen zu erleben und eigene Identität (d.h. auch psychische Unabhängigkeit von der Mutter) zu entwickeln, wissen kaum etwas über zwischengeschlechtliche Beziehungen, aber gelten dennoch als große und „reine“ Heilige. Besonders absurd und schmerzhaft wird es, wenn sie zwar nach außen hin zölibatär auftreten, aber sich dennoch heimlich „gefügige“ Frauen für ihre spirituellen Praktiken halten. June Campbell glaubt letztlich nicht an eine baldige Reformierung dieser jahrhundertelangen Traditionen, weil die gesamte Philosophie und Ikonographie des tibetischen Buddhismus fest darauf gegründet sei.“

    Quelle: http://www.ruedigersuenner.de/dalai-text.html

  6. hildegard schreibt am :

    Lilly, einverstanden – dennoch oder gerade deshalb:
    Ethik statt Religion!!
    In ALLEN Religionen wurden immer schon Verhärtungen und Erstarrungen zum Nutzen ihrer Hierarchen gezüchtet.
    Ethik dient dem Leben.

  7. Eva schreibt am :

    Jede Gesellschaft versteht unter Ethik etwas anderes und jede Religion wird von den Gläubigen als die wahre Religion verstanden.

    Insofern finde ich den Buchtitel „Ethik ist wichtiger als Religion“ als irreführend bzw. als undefiniert.

  8. Elvira schreibt am :

    LIEBE ist größer als ETHIK. ETHIK ist „Menschengemacht“ aus-gedacht, sowie die Gebote und die Gesetze. WER hält sich denn daran…an die schönen WORTE?
    LIEBE, die das „SAMENKORN“ sprengt und einen „BAUM“ daraus wachsen lässt, den „BAUM“…der schon „IM SAMENKORN“ angelegt ist…WACHSEN zu LASSEN in einem FELD voller LIEBE…so wie das „LEBEN“ allen „LEBENS“…STILL werden und EINS mit „MUTTER NATUR“ mit den PFLANZEN, den TIEREN und den MENSCHEN…ohne den „KLEINEN ZELLEN“…an die „Wäsche“ zu gehen…sie wachsen zu lassen…und gedeihen in einem FELD ohne GIER und HASS, NEID und EIFERSUCHT im WISSEN, das LIEBE durch „MAUERN“ geht…
    OHNE WORTE…STILL

  9. Stoptibetanbuddhism schreibt am :

    Zunächst war ich entsetzt, als ich sah, dass das NetzwerkB-Team dieses Buch anpries, aber, der Mensch kann schließlich nicht alles wissen, und es zeigt, dass Aufklärung Not tut. Und, wie sagt Jürgen Becker immer. „Nichts ist so schlecht, dass es nicht noch für etwas gut sein kann.“ So hoffe ich, dass gerade über dieses Buch vielleicht für einige Leser eine neue Sichtweise zu diesem Kult und seinem ersten Protagonisten entstanden ist.

    Gestern habe ich bei „ARTE“ eine Dokumentation gesehen mit dem Titel „Der kluge Bauch – unser zweites Gehirn“. In dieser Doku stellten sich die Wissenschaftler die Frage, ob der Mensch wohl eine „energetische Anatomie“ besitze. Endlich, habe ich nur gedacht, sie kommen der Sache näher.
    In diesem Zusammenhang nochmal zum Lamaismus und seinen Techniken.
    Meditative Zustände, sind nichts anderes als andere Bewusstseinszustände und damit dissoziative Zustände. Jeder von sexueller Gewalt Betroffene kennt sie. Um nun in diese Bewusstseinszustände zu gelangen, bedarf es nicht allein Neurotransmitterausschüttungen, sondern auch ENERGIEN, die diese Ausschüttungen bewirken. Ein Beispiel für solche körperlichen Energien ist z.B. das Meridiansystem der chinesischen Medizin. Der Lamaismus und übrigens auch der tantrische Hinduismus mit seinen diversen Yogapraktiken, der goße Bruder des Lamaismus, kennen sich seit Jahrtausenden in den Energiesystemen bestens aus und haben es vor allem auf die Sexualenergie abgesehen.

    Lilly Maier zitiert im Kommentar vom 02.09.15:
    „Bei Tantra geht es stets um die Transformation sexueller Energie in Macht, von Macht über einzelne Personen bis hin zur phantasmagorischen Macht, auf das Geschehen des Universums Einfluss zu nehmen. Zur Freisetzung derartiger Allmacht, die jede Polarität des Seins transzendiert, benötige der „männliche“ Lama spezifisch „weibliche“ Energie.“

    Das Freisetzen dieser weiblichen Energie durch Sexualität und Vergewaltigung beihaltet, wie in jedem sexuellen Missbrauch, ein Trauma, wenn der Lama – und dazu sind sie aufgrund von meditativen Praktiken in der Lage – das Sexualenergiesystem in ein hyperarousal Syndrome konditioniert. Hierzu bedient er sich wiederum einer bestimmten Energie, die im Osten „Kundalini Energie“ genannt wird. Wenn diese Energie im Menschen aktiviert ist, jagen die Neurotransmitter ungebremst durch den Körper.
    Somit kann man auch nicht von Sexualität auf Augenhöhe oder mit Einverständnis der Frau sprechen, denn von dieser Konditionierung ahnt sie nicht einmal etwas. Dies führt sodann in die gleichen verheerenden dissoziativen Zustände wie bei sexuell missbrauchten Kindern und späteren Erwachsenen. Sind diese Dissoziationen im Opfer erreicht, können die Energien, im Besonderen die weibliche Energie, absorbiert werden. Absorption von Energie geschieht ebenfalls in anderen, also dissoziierten Bewusstseinszuständen. Mit diesen integrierten weiblichen Energien meint der Lama dann, androgyn zu werden und damit zum Weltenherrscher.

    Es sollte hier ganz klar benannt werden, dass es bei diesem ganzen Prozedere um ein Auslöschen alles Weiblichen geht, um eine Vernichtung der Frau generell. Die ewige Angst des Patriarchats vor dem Weiblichen ist der Kern dieses Kultes. Was wir ganz direkt in China und Indien durch Abtreibung und Kindesmord an Mädchen, auf dem Balkan durch Prostitution und in Afrika durch die Beschneidung von Mädchen erleben, ist hier ritualisiert und wird unter strengsten Geheimhaltungsregeln weitergegeben.

    Es liegt in der Natur des Tantrismus, dass man die schlimmsten Dinge, die man sich auf Erden vorstellen kann, machen darf, dienen sie doch letztendlich dem höchsten, androgynen Sein. Wie schrieb die Rezensorin bei „amazon“: „Sie treten unser Strafgesetzbuch mit Füßen.“ So darf man auch über Ethik reden, wenn es letztendlich allein dem Erreichen des ureigensten Ziels dient.

  10. hildegard schreibt am :

    @Stoptibetanbuddhism
    Wir angeblich so aufgeklärten Abendländer-innen wissen es doch alle, dass der Fundamentalismus auch westlich ausgerichteter Religionen seine Macht mit aller Gewalt insbesondere „an die Frau“ und an ihre Kinder gebracht hat. Worin läge ein grundsätzlicher Unterschied zu östlichen Traditionen? Hier hinken doch sämtliche Hinweise auf das Mehr oder das Weniger menschlichen Versagens – oder?
    Hier gibt es auch nichts zu relativieren, denn ‚konditionieren‘, das tun sie alle. Alle!
    Auch der einzelne Täter hatte sich seine vernichtenden Praktiken infolge religiös üblicher Verstiegenheiten, aufgrund erfundener Gepflogenheiten oder zweckgebundener Riten der Alt- oder Neu-Testaments- oder anderer orthodoxen, evangelikalen, dreieinigen oder Ein-Gott-Staats-Religionen zusammengestrickt – mit aller Gewalt, nach eigenem Machtbedarf – oder aber er sieht sich (heute zunehmend) seinem Gewissen und dem Menschenbild verpflichtet, verzichtet bewusst und „desertiert“.
    Das wäre Ethik.

    Finger weg von festgefahrenen Strukturen in allen Religionen!
    … unter anderem AUCH vom Tantrismus, einer zerstörerischen Religionsform im Osten, die NUR männliches „Recht auf Erfüllung“, Unterwerfung der Frau will – übrigens genau so (Frauen-)vernichtend wie die vielen anderen im Westen, die legiglich „Erleuchtung“ meiden, wenn nicht gar verbieten – da würde man(n) sich ja selbst mit dem JENSEITS anlegen … 😉 …

    Wo immer sich psychischer, physischer, spiritueller oder mentaler Machtmissbrauch durch angebliche Religionsgrößen abspielt: Was wäre richtiger, was wichtiger als das Unwesen in allen Facetten ALS GEWALT zu entlarven, als Betrug?!!

    Ethik braucht’s HEUTE – ohne jede Misanthropie!
    Ethiker achten das Leben, und sie lieben es – Misanthropen aber hassen den Menschen und verachten ‚das Leben‘.

    Jeder Mensch frage sich selbst und die Kinder: Was bedeutet mir und was bedeutet dir ‚Leben‘?

    Ein weltweites BÜNDNIS FÜR DAS LEBEN!

  11. Gast schreibt am :

    „Ein weltweites BÜNDNIS FÜR DAS LEBEN!“
    Klingt gut, nur was kann es in einer Welt bewirken, in der einige Wenige die absolute Macht haben alles Leben in Ware zu verwandeln. Sie haben die Möglichkeit Ihre Interessen durchzusetzen. Ihnen gehören Produktionsmittel und Land.
    Ware: Kind, Ware: Arbeitskraft, Ware: kranker Mensch, Ware: alter Mensch. Alles muss sich einem ökonomischen Prinzip unterordnen, ob Mensch oder Tier. Diese Macht geben diese Leute nicht freiwillig ab. Gerade wird diese Macht ausgebaut verfestigt und wo es geht, zur Abschreckung demonstriert. Eine zutiefst lebensverachtende Umgebung, getarnt durch eine Glitzerwelt. Nur begrenzt kann man sich entziehen. Alles ist auf Verwertbarkeit zugerichtet, besonders das Leben.
    Ethik bleibt somit immer was Individuelles, ein stumpfes Schwert. Für bestehende Gewaltverhältnisse keine Gefahr.

  12. hildegard schreibt am :

    Aus den festgefahrenen Strukturen der Religionen brechen Menschen aus in ihrer Suche nach Freiheit, Würde, Recht, Gerechtigkeit.

    Das ist die ethische Haltung, die die verhärtete Religion ersetzt.

    „Die Politik“, die nicht mehr erkennt auf welche Werte es jetzt ankommt, wird überholt werden von Menschen die fühlen, worauf es ankommt.
    Das Wort „Wald-Frevel“ mag jemand nie gehört haben – Menschen verstehen, was das Wort aussagt.
    Leute mögen unter sich bleiben wollen um jeden Preis – Menschen wissen, wann es der „Mitleidenschaft“ bedarf.

    Über sein eigenes Mensch-Sein wird immer der einzelne Mensch wachen und entscheiden müssen …

  13. Lotosritter schreibt am :

    Es ist erschreckend, wie naiv wir aus dem Westen auf die Praxis des Buddhismus schauen. Die Kindermönche in den buddhistischen Klöstern in Tibet, Ladakh, Burma, Thailand, Sri Lanke erleiden tagtäglich sexuelle Gewalt durch erwachsene Mönche. Aber auch dort hat das Schweigen mittlerweile ein Ende. Die Täter werden angezeigt und die Presse berichtet darüber. Aber leider viel zu wenig. Hier ist eine Zusammenfassung von verschiedenen Berichten.
    Und solange buddhistische Würdenträger dazu weiter schweigen, verhalten sie sich schlimmer als die Kirchen hier. Die fanden wenigstens Worte der Reue und setzten auch reuige Taten. Der Dalai Lama aber hat zu diesem sexuellen Missbrauch nichts zu sagen.

  14. saskia schreibt am :

    ……als ich mit meinen Eltern in den frühen sechziger Jahren in die ländlichen Gebiete (per Zelt aus Kostengründen) nach Spanien und Portugal Urlaub machten……begegneten uns Kinder in Mönchsgewändern , bekannt waren uns diese Gewänder aus unserem Kloster, aber noch nie hatten wir Kinder gesehen , ab 8-1o Jahre….uns hat alles so befremdet ,die Erklärung in Deutschland dazu ,die bittere Armut und die Diktatoren beider Länder ermöglichte diese für uns unvorstellbare Situation ,
    es waren doch Kinder,die Jesus so sehr liebte

  15. hildegard schreibt am :

    … schlimmer als die Kirchen hier? Worte der Reue, reuige Taten? Wer wollte sie vergleichen können?

    Welche Religion würde ein entwurzeltes Kind – absichtslos! – „in seine eigene Kraft“, einen Jugendlichen in seine persönliche Freiheit, einen Erwachsenen in seine Würde, in sein Recht (zurück-)führen wollen um ihrer selbst willen? Ethisch verwurzelt war anfangs jedes Kind, bis es entwurzelt wurde …
    Religionen verhalten sich eigennützig, respektlos und gewähren in der Regel keine Entscheidungsfreiheiten.

    Und auch die Politik hat ethisches Verhalten nicht vorgesehen.
    Wissenschaftler entwerfen, Pioniere erproben für zukunftsfähige Gesellschaften zwar neue, nachhaltige Weisen des Konsums, des Wohnens, des Arbeitens – die Politik aber setzt unbeirrt von Krise, Klima und ökologischer Vernunft, weiter auf Wachstum, blockiert den Blick aufs Ganze, bleibt auf ihren Pfründen sitzen (http://www.deutschlandfunk.de/ein-plaedoyer-fuer-politik-es-gab-ein-leben-vor-dem-wachstum.1184.de.html?dram:article_id=327610 von Mathias Greffrath)

    Ethik kann uns überlebenswichtig werden.

  16. klaraklara schreibt am :

    Hier wurden schon viele Informationsquellen genannt, ich möchte nur noch auf die zwei Vorträge von Colin Goldner auf Youtube hinweisen. In dem Älteren geht es um die allgemeinen Strukturen von Macht und Einkommen unter den Lamas, Feudalismus und Armut.
    WAs die Unterdrückung der Weiblichkeit angeht – es wurde ja schon angeführt, dass kleine Jungen nicht nur aus frühen Mutterbindung gerissen und zu endlosem Meditieren verknackt sondern auch sexuell ausgebeutet werden.
    Hier wurde die weibliche Genitalverstümmelung erwähnt, aber die bei Jungen steht sicherlich auch im Dienste, männliche Energien einer Kontrolle zu unterwerfen.

  17. hildegard schreibt am :

    Ethik und Grundgesetz – unsere Welt wird gerade in aufregendem Tempo bunter, und das ist gut so!

    Wie flexibel muss die Bildungspolitik jetzt reagieren, wenn so viele Flüchtende unterschiedlicher Kulturen und Religionen in sehr kurzer Zeit integriert sein wollen?

    40% Gläubige sind in den letzten Jahren aus unseren christlichen Kirchen ausgetreten. Es braucht um so dringender die Neubesinnung auf unsere europäischen Werte – Werte die zwar nicht verloren gegangen, die aber sehr gefährdet zu sein scheinen, wenn wir die Brutalisierung zwischen (auch noch sehr kleinen) Kindern betrachten …

    Was ist zu tun?

    Kinder brauchen eine sehr einfühlende Vermittlung der Werte AUCH anderer Kulturkreise, anderer Glaubensausrichtung im Umfeld von Kita und Schule.
    Soll aber Bildung in Deutschland nicht noch mehr verkommen, dann beginne man mit verpflichtender Erziehung zu ethischem Umgang mit jedem Kind und aller Kinder untereinander! UND Eltern MÜSSEN in ein solches Ethik-Programm ebenso verpflichtend mit eingebunden werden. Anders kann die Erfüllung grundgesetzlicher Erfordernisse nicht mehr eingehalten werden.

    Als Religionswissenschaftler habe man keine beruflichen Perspektiven, man müsse sich seine Karriere selbst zusammen basteln (dlf heute!)…?
    Gerade Religionswissenschaftler sind religiös neutral! AUCH und gerade religiös neutrale Dozenten braucht es jetzt, um Erzieher_innen und Lehrer_innen mit einem umfassenderen Allgemeinwissen als bisher über ALLE Weltreligionen auszustatten.
    Es braucht Grundwissen über religiöse Erfahrungen in allgemein verständlicher Sprache, auch über Festtage zum besseren Verständnis von Riten … – mehr denn je!

    Friedlicher, respektvoller Umgang will gelernt sein und muss gepflegt werden im täglichen Miteinander.
    Freundlicher Empfang fängt bei der Ankunft Fremder am Bahnhof an.
    Mit ETHIK kann unser Grundgesetz wieder-belebt werden, mit Respekt und Mut zu Offenheit.

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