Opferentschädigungsgesetz wird reformiert

26.09.2015: Rhein-Mosel-Zeitung

Saarland – Staatssekretär Kolling: Opferentschädigungsgesetz wird reformiert – Mitwirkung des Weißen Rings maßgeblich – gute Projekte wie Traumaambulanz im Saarland

Saarland / Saarbrücken – „Das existierende System der sozialen Entschädigung und der Opferentschädigung kann in vielen Gegebenheiten der modernen Zeit nicht in adäquatem Maße Rechnung tragen“, erklärte Sozialstaatssekretär Stephan Kolling heute bei der Landestagung des Weißen Rings e.V. „Neben Betreuung und Unterstützung durch ehrenamtliche Vereinigungen wie dem Weißen Ring ist die staatliche Hilfeleistung und Entschädigung durch eine Vielzahl von Einzelgesetzen geregelt, die auf Bundesebene derzeit einer fundamentalen Neuordnung unterzogen wird. Insbesondere das Opferentschädigungsgesetz, das die finanzielle Unterstützung, Versorgung und Entschädigung von Opfern von Gewalttaten regelt, bedarf einer besonders kritischen Betrachtung. Die Bedürfnisse der heutigen Zeit bestehen in einer schnellen und unbürokratischen Hilfeleistung im Falle erlittenen Unrechts.“ Weiter lesen…

10 Kommentare

  1. Angela Ebert schreibt am :

    Richtige Richtung!
    Den Worten müssen Taten folgen!
    Die Bedürfnisse der heutigen Zeit bestehen in einer schnellen und unbürokratischen Hilfeleistung im Falle erlittenen Unrechts.“
    Tatsächlich…?!

    Was ist psychische und physische GEWALT?
    Wäre dann genauer zu deffinieren, per Sozial-Gesetz ist dann auch verboten!
    Das Saarland hat noch ein Trauma-Zentrum, wie schön für das Saarland.

    Da kann ich mir den Sarkasmus nicht verkneifen, sorry.
    Bisher galt in den Parlamenten, links blinken und rechts abbiegen, verehrter Herr Kolling. Lese ich dann noch „Fall-Management“ fehlt mir wieder einmal der Glaube, das gibt es schon mit dem gesetzlichen Auftrag der/zur GEWALT, seit über 10 Jahren, aus wirtschaftlichen Gründen!
    Schaun mer mal…

  2. rasch schreibt am :

    Ist da nicht ein haken?
    Ich soll nun klagen, Widerspruch abgelehnt.
    Ist das normal?

  3. Hubert schreibt am :

    Die Hauptausrichtung dieser Institutionen ist, mit allen Tricks nicht zu zahlen, wenn es irgendwie hinzubiegen ist.
    Das Wohl der Betroffenen ist dabei völlig zweitrangig.
    @rasch – das ist bei diesen Vereinen völlig normal und gängige Praxis. Gib nicht auf!

  4. Angela Ebert schreibt am :

    Ist das normal?
    Ja, liebe rasch, offensichtlich ist das zur Normalität geworden, politisch gewollte Ausgrenzung der Anspruchsteller aus Kostengründen. Das Outsourcing der Kostenfaktoren wird breit betrieben und breit unterstützt.
    Ob sich eine Klage lohnen würde vor SGen die der Wirtschaftlichkeit mehr verpflichtet sind als dem GG ist im Einzelfall zu prüfen durch ein Studium der Entscheidungen und Begründungen zum Thema OEG. BSG und LSG Entscheidungen dienen der Erkenntnis wie Rechtsansprüche zur Intergration Schwerwiegend-Erkrankter-Kläger zielführend „behandelt“ werden. Auch hier hat die Agenda 2010 ganze Gerichts-Bollwerke errichtet um sich der Fürsorgepflicht zu entziehen.
    🙁
    Der Gesetzgeber hat große „Spiel-Räume“ und viel Beinfreiheit für rechtswidriges Handeln, bei der Bankenrettung ist die Zielführug deutlich erkennbar geworden, Mrd. wurden da ge-sucht und -funden, oh Wunder.
    Invalidität ist eine zielführende individuelle und persönliche Verfestigung der Armut, ein ideologischer Angriff auf Alters-Vorsorgen, Schädigungsabsichten sind das immer, ich bin sicher auch schriftlich nachweisbar durch Protokolle der Sozial-Behörden.
    Eine ruhige stille Zeit ist somit sichergestellt.
    Recht-Schutz im Sozial-Recht faktisch ausgeschlossen. Ob sich der Widerstand lohnt ist Glück-Sache.
    Trotz ALLEM – niemals aufgeben!

  5. rasch schreibt am :

    Verstehe nur Bahnhof.
    Andere können zigmal Widerspruch einlegen, meiner wurde abgelehnt.
    Die antwort auf meinen Antrag war der Hammer. Ich reich denen ne Traumakette ohne Ende ein und die schreiben es fraglich ob ich überhaupt Opfer von Gewalt bin.
    Wenn das keine glaubwürdige Aussage gewesen sein soll die ich da ablieferte, dann will ich das Gesicht sehen, welches mir diese unverschämte übergriffige Abfuhr erteilte.
    Da war alles drinn. Zerrüttete Familienverhältnisse, Kindererziehungsfehler und eine nicht selbständige Verantwortung für Krankheit.

    Entgegen des BSG wurde meine Glaubwürdigkeit komplett in Frage gestellt.

    Einen Gutachter habe ich nie gesehen!

    Nö ich geb nciht auf, ich finds nur dreckig weil meine Kinder mit reingezogen werden und es am Ende wieder mir angelastet wird wenn ich klagen muss.

    Aber vielleicht liegt gerade darin die Ambition.

  6. Sabrina Eckert schreibt am :

    @ rasch
    Ja, leider, darum geht es doch nur.
    Es soll uns nicht geholfen werden. Wir sollen weiterhin unterdrückt werden und lebenslang einen „Maulkorb“ tragen. Bloß nicht zugeben, dass man Gewalt erlebt hat, sowas gibt es doch gar nicht, das bildet man sich doch alles nur ein, die Welt ist doch soooo schön und niemand erlebt etwas negatives….
    Alle Betroffenen sexualisierter Gewalt mundtot machen; das ist der einfachste weg, um keine Entschädigung leisten zu müssen….
    Die Täter müssen halt IMMER geschützt werden, das ist das wichtigste. :-(((

  7. rasch schreibt am :

    @Sabrina
    Jo, irgendwo liegt der Grund.
    Und lebt man noch so einsam und ausgeschlossen, ich würde nicht tauschen wollen mit der Feigheit der Einzelnen.
    Wir zahlen einen hohen Preis aber er wird Anderen zugute kommen.

  8. Sabrina Eckert schreibt am :

    @ rasch
    Ja, das stimmt, wir kämpfen nicht nur für uns selber, sondern auch für andere Betroffene und zukünftige Generationen. Das darf man dabei nie vergessen.

  9. Elfi schreibt am :

    Aufgeben lohnt sich nicht.
    Ich hatte im November meine Anhörung beim SG hier in Bayern und eine Vertretung von hier für Versorgungsamt Sachsen-Anhalt. Überraschend war ich, das selbst von dortigem Versorgungsamt mein Anliegen gewürdigt wurde. Muss aber sagen, Glück beim Richter, war mit Anwältin da, (Kostenerstattung bekommen). Es ist sehr nervig, anstrengender geht es nicht, denn jetzt habe ich wieder mehr Rückerinnerungen. geht vorbei.
    Habe zwar auch angesprochen, dass die Verjährungsfristen und milden Urteile für uns zum Nachteil sind, aber da bekam ich nicht viel Zuspruch.
    Aber wenn jeder für sich kämpft und Recht bekommt, ist es auch für die Anderen, es macht Mut und an bekommt die Hoffnung, dass sich doch noch etwas zu unseren Gunsten ändert.
    Im diesen Sinne besinnliche und und vor allem friedliche Feiertage.

  10. Kirsten schreibt am :

    @Elfi
    erfreulich für Dich, dennoch frage ich mich immer wieder, wo die schnelle und unbürokratische Hilfe für Opfer bleibt.Wie alles, ein Witz. Sicher ist es richtig, sich zu wehren um das Recht zu kämpfen, dass Opfern immer verwehrt wurde,dennoch ist unser Rechtsstaat eine Farce.Es gibt keine Rechtsprechung. Man will nicht wissen und aufklären, man will auch nicht helfen oder entschädigen, man lebt auf Kosten der Opfer.Man lebt von den Opfern.
    Ich brauchte lange um dieses zu verstehen,denn es wird nie eine Rechtsprechung für das erlittene Unrecht geben.
    Erst jetzt kann ich friedliche Feiertage empfinden.

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