Verlorenes Vertrauen: Katholisch sein in der Krise

24.01.2016

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Im Januar 2010 thematisierte Rektor Klaus Mertes in einem Brief an ehemalige Berliner Jesuitenschüler sexuellen Missbrauch durch zwei Patres, die in den 70er- und 80er-Jahren als Lehrer und Seelsorger am Canisius-Kollgeg tätig waren. Damit löste er eine Auseinandersetzung mit Machtmissbrauch gegenüber Schutzbefohlenen aus, die weltweite Kreise zog. Ein schmerzhafter Prozess hat die Kirche erschüttert und verändert. Pater Mertes erzählt und reflektiert den Gang der Ereignisse, analysiert Gründe und Hintergründe der beispiellosen Vertrauenskrise in der Kirche und zeigt Perspektiven auf für heilende Reformen.

3 Kommentare

  1. Angela Ebert schreibt am :

    Eine Frage:
    Ist Pater Mertes mit diesem Buch nicht in die Kritik geraten ein Nest-Beschmutzer in der Kath. Kirche zu sein?
    Oder ist diese Frage zu persönlich?
    Dieses Buch hat doch evtl. eine Wirkung, gelesen habe ich es nicht?!
    Es ist noch ein weiter Weg, soviel ist wohl zu vermuten.
    ________________________________________________________
    Anmerkung von Norbert Denef:

    Als ich mich auf den Weg nach St. Blasien machte, um wegen dem ARD Fernsehbericht BRISANT mich mit Pater Mertes zu treffen, las ich vorher sein Buch „Verlorenes Vertrauen“. Auf jeder Seite fand ich mindestens drei Stellen, wofür man ihn wahrscheinlich während der Zeit der Hexenverbrennungen verbannt hätte.

  2. Angela Ebert schreibt am :

    Danke für die Info!
    So etwas ist wohl die allerbeste Solidarität aus der Mitte des Klerus, wäre schön wenn das beispielhafte Nachahmer fände.

  3. hildegard schreibt am :

    Respektlosigkeiten vor abergläubischen gläubigen Abhängigen – wie gestern in Beiträgen http://www.deutschlandfunk.de/tag-fuer-tag.885.de.html von Christiane Florin perfekt kommentiert – führten zum verlorenen Vertrauen. Die Verbrechen sind Folgen von Personenkult, Protzsucht, Selbstüberschätzung. Purer Machtmissbrauch.

    Der Mensch sucht Vorbilder, wird aber zutiefst verletzt, enttäuscht und entmündigt, mtten IM demokratischen Umfeld.

    Dieser Institution an allererster Stelle (!) hilft nur noch offener Umgang mit den Fakten – ohne Zögern, Zaudern und Zweifeln! Das allein ist unter Aufklärung zu verstehen, kann Vertrauen in eine NEUE Ethik schaffen, kann versöhnen und kann die allgemeine gesellschaftliche Kältestarre knacken …

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