Bistum Mainz: Akt der Versöhnung

21.04.2016: netzwerkB Pressemitteilung

kardinal-lehmann-kita-mainz

Sehr geehrter Herr Kardinal Lehmann,

unter Bezugnahme auf die Vorgänge um die „Kita Maria Königin“, die in den Medien ein breites Echo gefunden hat, bitten wir Sie um einen Akt der Versöhnung.

Nach den öffentlich erhobenen Vorwürfen gegen die MitarbeiterInnen der besagten Einrichtung haben Sie diese sofort entlassen, weil angeblich eine Vielzahl von Eltern gegenüber dem Träger glaubhaft Missstände im Umgang mit den Kindern geschildert hatte.

Wir sind der Meinung, dass eine vorläufige Suspendierung oder befristete Beurlaubung bis zur Klärung der Vorgänge gerechter gewesen wäre. Diese Position hatten wir bereits im Juni 2015 veröffentlicht unter: http://netzwerkb.org/2015/07/07/mainzer-kindertagesstatte-maria-konigin/

Bitte überlassen Sie die Klärung der Auseinandersetzung nicht ausschließlich der Staatsanwaltschaft. Unabhängig davon und im Streben nach einem friedlichen und gerechten Umgang miteinander können Sie sich für einen Akt der Versöhnung einsetzen:

Die Rücknahme der Kündigungen würde auch in der Öffentlichkeit ein starkes Zeichen setzen.

Freundliche Grüße Norbert Denef

Im Zusammenhang mit der Pressemitteilung kann und soll die Karikatur gern veröffentlicht werden:
http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2015/06/kardinal-lehmann-kita-mainz.jpg

Weitere Informationen:

Positionspapier 07.07.2015:
Mainzer Kindertagesstätte ‘Maria Königin‘

Pressemitteilung 17.06.2015:
Die Bauernopfer

Für Rückfragen:
netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.
Telefon: +49 (0)4503 892782 oder +49 (0)160 2131313
presse [at] netzwerkb.org
www.netzwerkB.org

 

4 Kommentare

  1. hildegard schreibt am :

    Vorverurteilungen und Schnellschüsse sind Unrecht, täuschen Sicherheit vor. Tiefe Unsicherheit aber steckt dahinter, wie wir immer wieder sehen.
    Sie zeugen von Angst, Hilf- und Ratlosigkeit.
    Sie schicken den vermeintlichen Sündenbock in die Wüste.
    Sie richten den Zeigefinger auf andere, und drei Finger zeigen zurück auf sie selbst.

    Sie sind keines Menschen – zumal einer Kirche nicht! – würdig. Niemals.

    Wer lehrte sie denn Gewalt gegen die Schwachen? Wer den Neid, den Hass, die Missgunst …?
    Was war Gottes, und was war Teufels Werk?
    Wo blieb die Nachfolge? Wo Mitgefühl? Wo Vernunft?
    War nicht Liebe einmal – waren nicht Güte und Gerechtigkeit die Vorlage gewesen?

    Wem hilft das Weinen über den kranken Geist der Zeit? Wem das Klagen über kriminelle Energien? Wem Gebet und Almosen?

    Wollen wir Chancen länger vertun?

    Wäre nicht jetzt die Zeit gekommen zur Besinnung auf die Ursache, zur Versöhnung mit unserem eigenen Versagen so wie dem, was andere uns antun?

    Oder sollen wir länger das Nichtstun proben und weinen und klagen und den Sündenbock jagen?

  2. wolfgang schneider schreibt am :

    Nach allem was ich lese und auch immer wieder höre, geht es bei den deutschen Kirchen teilweise unchristlicher vor als auf dem sogenannten freien Arbeitsmarkt, und daß, obwohl die Kirchen längstsich verweltlicht haben, aber trotzdem meinen immer noch Sonderrechte beanspurchen können oder zu müssen, ein wie ich finde untragbarer Zustand. Herr Kardinal Lehmann, heben Sie bitte sofort die Kündigungen auf, das wäre nicht nur für mich auch ein Zeichen in die richtige Richtung!

  3. Sakia schreibt am :

    ….ich habe oft unter Anonym geschrieben
    …..meine behinderte Tochter war in einer Werkstatt der Caritas für behinderte Menschen beschäftigt,die älteren Kinder ,Geschwister nennt man Heute Schattenkinder,wenn ELtern sich um dieses Kind bemühen,eigene Vorstellungen und Meinungen haben,gelten sie als Nestbeschmutzer oder Querulanten,besonders schwer ist es dann als Witwe,wenn dann noch eine andere Tochter stirbt,muss doch die Mutter schuldig sein ??!!
    so sahen es wohl diese älteren Kinder,und brachten mich vor ein Gericht,die Verleumdungen erwiesen sich als haltlos,aber alle waren sich einig,Behörden,Gerichte,und Werkstatt,dieser Mutter muss die behinderte Tochter genommen werden.Fakt ist.Meine Enkelkinder kennen mich nicht.
    Nach 4 Jahren der Unterbringung in ein Heim .lebt die Tochter seit 5 Jahren wieder bei mir.Unter den Folgen leide ich bis Heute,niemand .aber niemand hat sich bis Heute béi mir entschuldigt,und alle waschen ihre Hände in Unschuld,dabei gilt doch ein Gesetz ,die/die Anngeklagten gelten bis zu einer Verurteilung als unschuldig,
    deshalb macht es mich fassungslos,dass man aus den Fehlern nicht lernt,die angebotene Versöhnung an die älteren Kinder meinerseits ,wurde von ihnen ausgeschlagen,netzwerkb.hat mich gelehrt nie aufzugeben und nach VORNE zu schauen,vielen Dank dafür

  4. In diesem B&E Magazin Heft ab Seite 12 beschäftigt sich Frank Schmidt-Wyk mit diesem besonderen Fall einer Falschbeschuldigung. – Beispielhaft an diesem Fall ist, wie die Medien ihn anfänglich begeistert skandalisierten, aber nachdem die Falschbeschuldigung offensichtlich wurde, daran das Interesse verlor und weitgehend auf die aufklärende Information der Öffentlichkeit verzichteten.

    Auch so kann man Missbrauch mit dem Missbrauch betreiben und die wahren Opfer sexualisierter Gewalt disziplinieren, wieder unhörbar zu werden.

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