Länder verweigern Geld für Opferfonds

17.05.2016: ZEIT ONLINE

2011 versprach die Politik Hilfe für Menschen, die als Kinder sexuell missbraucht wurden. Doch nun heißt es: Das Geld reicht nicht, kaum ein Bundesland zahlt ein.
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Rückblick: ZDF heute journal 20.02.2013 

„Wir brauchen vor allem eine Reform wo die Schadensersatzregelung klar, neu definiert wird. Es kann nicht sein, dass Betroffene mit 5.000 Euro abgefunden werden oder hier mit so einem Hilfsfond. Was kommt denn nach dem Hilfsfond? Dann ist Schluss.“ (Norbert Denef, netzwerkB)

7 Kommentare

  1. Angela Ebert schreibt am :

    Wie überaus freundlich von Herrn Rörig den Betroffenen endlich einmal Fakten mitzuteilen, soviel „Freundlichkeit“ werden wir von unseren Regierenden nicht erwarten dürfen! Wir sind die Re-Finanzierer, die unerklärt! herangezogen werden, da sind wir dann wieder bei der ZIELFÜHRUNG im Sozial-Pseudo-Recht!
    Persönlich und individuell sind die Schädigungs-Absichten, sicher auch ausreichend gut dokumentiert, vermutlich, so es keinen einzigen Amtsträger tangiert.
    Unten gibt es alles umsonst, kostenlos ist das Leben in der BRD für ganz unten, sagt die Macht der Politik.
    Sorry, verarschen kann ich mich selbst viel humorvoller und innovativer, nachhaltiger vermutlich auch.
    Scheint die persönliche Reputation ist egal, völlig wurscht, unbedeutend, für unsere Homo-Politikus-Kaste und ihre kriminellen Helfer staatlicher Institutionen.
    Meine Tages-Zeitung berichtete heute auch davon.

    Das Geld reicht denen nie, auch nicht den Wirtschafts-Verbänden, keiner einzigen „Starken Schulter“ ist persönlicher Verantwortung ein ernst zu nehmender Begriff, oder gar Verpflichtung nach dem Grundgesetz.
    Ohne Offenheit und ein ein Mindestmaß an Ehrlichkeit im Sinne von Transparenz und nachvollziehbarer ERklärung wird es schwierig bleiben.
    Da freut sich doch unsere Richtlinienkompetenzin samt Fach-Ministerin.
    😉
    Es bestätigt eigentlich auch nur all das was so vermutet wird, Damen und Herren.

    Was so eine „Antrag-Stellung“ bei Sozial-Behörden bewirkt ist extremen Ambivalenzen unterworfen, ganz persönlich und sehr individuell zielführend…

    Nee, lass mal Herr Rörig, ist mir nicht koscher, Euer Verein!

  2. Elfi schreibt am :

    es ist mehr als beschämend was aus Berlin kommt.

  3. Karl Görtz schreibt am :

    „Mehr als eine Million Menschen in Deutschland hat nach Schätzungen sexuellen Missbrauch erlebt.“

    Kommentar:
    In welchem Zeitraum denn? Von 1945/49 bis 1950 oder von 1949 bis 1972 oder von 2000 bis 2015 oder von 1945 bis 2015? Also wenn mich heute im Jahr 2016 noch einer anfassen würde, hätte der schlechte Karten Ich gehe mal davon aus, die Schätzer meinen jetzt die Nachkriegsgeneration, die alten Opfer, also die überlebenden Opfer die in ihrer Kindheit nach 1945 missbraucht und es bis ins Heute geschafft haben zu überleben. Wenn ich jetzt mal nachrechne (das macht schließlich diese Glaskugelguckerin Schwesig auch, die davon ausgeht, Kosten auf Kosten der Betroffenen einzusparen ) haben von dieser 1 Million Menschen, die vor Jahrzehnten! sexualisierte Gewalt erfahren haben, nur 62.000 Betroffene ( 56.000 Anrufer+6000 Schreiber) im Zeitraum von 2010 bis Mai 2015 sich beim Hilfsfonds gemeldet. Wohlgemerkt: nur gemeldet.

    Von diesen 62.000 gemeldeten Betroffenen haben wiederum bis April 2016 nur 5000 Betroffene einen Antrag beim Hilfsfonds gestellt, die wiederum 1 Jahr in ihrem Trauma auf eine Entscheidung warten müssen. Das ist meiner Ansicht nach vorsätzlicher Totschlag seitens der Bundesregierung. 5000 Betroffene von 1 Millionen. Wo sind die anderen 995.000 Betroffene? Hofft die Bundesregierung in ihren Schätzungen darauf, dass die alle schon tot sind, wenn sie glaubt, das Geld würde reichen, auch wenn die anderen Bundesländer nicht einzahlen wollen?
    Wenn nicht mal Rörig sich gegenüber der Bundesregierung durchzusetzen vermag, wie sollen das dann traumatisierte Betroffene?

  4. Karl Görtz schreibt am :

    Und wenn jetzt einer meint, man könnte daraufhin wieder mal ein Petition starten, wie z.B kürzere Antragsbearbeitungszeiten oder mehr Therapiezentren für Männer oder Dieses oder Jenes, dann sage ich : Vergessen Sie’s. Die da oben lachen sich nur kaputt und sagen sich: „Schaut nur, wie sie alle mitzeichnen. Die könnten auch alle in den Wald gehen und einen Baum anschreien. Haben wir das nicht toll hingekriegt, ihre Wut und ihren Zorn in Petitionen zu kanalisieren, worauf wir letztendlich doch scheißen. So aber haben wir Ruhe vor ihnen und brauchen keine Revolution auf der Strasse zu befürchten.“

    Wer weiß, wie viele Online-Petitionen seit deren Start in der BRD positiv beschieden worden sind?

    Die Antwort:

    „Über den Erfolg von Online-Petitionen, die beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages eingereicht werden, ist wenig bekannt, da der Petitionsausschuss keine offiziellen statistischen Angaben dazu bereitstellt.“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Online-Petition

    Na warum wohl nicht? Jetzt könnte man wieder eine Online-Petition starten und sich darüber beschweren.

    Dass die Online- Petition von Inge Hannemann mit über 90000 MitzeichnerInnen für die Abschaffung der Sanktionen im SGB II von der Bundesregierung in den Sand getreten wurde, ist bekannt, oder?

    Da war bislang Kuhfänger wichtiger:

    „Laut einem Mitarbeiter des Petitionsausschusses sei seit Beginn der Online-Petitionen nur ein einziges Gesetz verändert worden. Die Eingabe des Bürgers war hierbei, die Ausstattung von Kraftfahrzeugen mit einer zusätzlichen Stoßstange (sogenannten „Kuhfänger“) zu verbieten. Diese Frontschutzbügel sind als Reaktion auf diese Petition per Gesetz verboten worden.“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Online-Petition

  5. Angela Ebert schreibt am :

    Lieber Karl Görtz,
    Betroffenen sollen sich gar nicht durchsetzen mit ihren Rechts-Ansprüchen, darin besteht eine breite Einigkeit der staatlichen Instititutionen!
    Zu den Schreibern gehörte ich auch, teilte bereits 2010 mit, das SGB II ist ein Betrugs-Gesetz das zur rechtswidrigen Bereicherung und verfassungsrechtlichen Diskriminierung geradezu einlädt, diesen umsetzt. Der Hinterhalt, die Irreführung, ist dokumentiert!!!
    So wird man Staatsfeind Nr. 1 als Betroffene MIT Rechts-Anspruch, ohne Rechts-Wirkung, ohne Rechtliches Gehör Art. 103 GG.
    Kann man nichts machen….sich selbst nur noch in Sicherheit bringen und damit JEDEN persönlichen Kontakt vermeiden! So ein Gericht hat immer alle Möglichkeiten als oberstes Kontroll-Organ-A-SOZIALer Mächtiger 😉

    Die Zeiten sind Rechts-un-sicher, zielführend.

    Es ist in jedem Falle grobe Fahrlässigkeit der Verantwortlichen und wer wollte SGe belehren wollen über den Sinn und Zweck des GG?! Das haben schon einige versucht und sind mit dem Rechtsfreien Raum A-Sozial-Recht nicht durchgedrungen an den zuständigen Fach-Gerichten. Die Jagd auf Menschen-Recht hat denen Spaß gemacht, eine Trieb-Befriedigung der besonderen Art.
    Die Bundes-Länder sind feudal-unabhängig, ohne Verpflichtung zum GG, ermächtigt eine neue „Ordnung“ durch strukturelle Gewalt zu erzwingen.
    Geld für Missbrauchs-Opfer ist da nicht vorgesehen, ganz im Gegenteil, die Re-Finanzierer sind vom JC handverlesen und deren Alters-Vorsorge sind fest eingeplant als kostenlose Wirtschafts-Förderung.
    Sorry, ich wiederhole mich da.
    Die Betrüger sitzen OBEN und werden als Täter nie belangt. Mein Ministerpräsi Bouffier in Hessen ist da stabil als Jurist, bei der zielführenden Rechtsbeugung per Gesetz! Warum sollte der sich beteiligen am Überleben Betroffener Missbrauchs-Opfer? An Rechtsgrundlagen ist der nicht interessiert.
    Gabriel flötet kürzlich was von Un-Gerechtigkeiten, Nahles erläßt Weisungen die oberste Urteile außer Kraft setzen, sehr ambivalent und RECHTSWIDRIG!!!!

    Für wie dumm müssen die uns halten?
    An den Taten erkennen wir sie, nicht am Gequatsche.

  6. hildegard schreibt am :

    Der Zeitraum wäre auch hier die Frage: gestern? heute? „Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen hat eine enorme Dimension: Fast eine Million Menschen sind hierzulande davon betroffen, folgt man den Schätzungen einer Studie der Weltgesundheitsorganisation.“ http://www.deutschlandfunk.de/vergangenheit-und-gegenwart-sexueller-missbrauch-von.1176.de.html?dram:article_id=354410 von der Lebenszeit-Sendung heute im Deutschlandfunk
    war kein Fortschritt zu erwarten – und folglich stellte auch keiner die Verjährungsfrist für Seelenmord infrage.
    Was für eine Haltung in Sachen `Deutsche Aufarbeitung´!

    Wie lange eigentlich wollen wir uns alle noch weiter im Kreis drehen ohne die Anzeige- und Meldepflicht?

    Eine bissige Täterlobby hat jeden Opferschutz vermieden. Sie verteilt, resp. sie lässt gnädigerweise verteilen Almosen als Trostpflästerchen. Sie beißt um sich für die Seelenmörder samt Mitwisserschaft, sobald die Rede ist vom Fehlen der Anzeigepflicht, vom Irrtum jeder Verjährung von Seelenmord.
    Deutschland soll ruhen in Frieden???

    Jeder weiß, wie Seelenmord ein Kind verändert. Nach sexualisierter Gewalt sucht ein Kind sein Leben lang vergeblich nach den Einzelteilen seiner Identität – wie es A. Huckele so treffend nannte.

    Der Täterschutz verschweigt den rechtsstaatlichen Irrtum einer Verjährbarkeit bei Seelenmord.

    Opferorganisationen und Aufarbeitungskommissionen hätten ein einziges Interesse zu haben, sich selbst nämlich überflüssig zu machen, sich selbst abzuschaffen! Respekt fehlt.
    Respekt vor dem Kind fehlt dieser Gesellschaft und das offene Herz für das Leid der ehedem betroffenen Kinder.

    Wie soll das je anders werden im ewigen „Opfer-Täter-Opfer-Täter Kreislauf“?

  7. Savina schreibt am :

    https://www.iromeister.de/trauma-und-der-rechtsstaat
    http://www.michaela-huber.com/files/vortraege2016/trauma-und-justiz-versuch-einer-verstaendigung-michaela-huber-2016.pdf – Zwei kleine Ausschnitte aus der momentanen Gedankenwelt von zwei sehr verschiedenen Menschen, die sich zum Thema „Trauma und Justiz“ äußern….Es ist doch alles so komplex….Gesamtgesellschaftlich gesehen wurde das Thema doch jahrzehntelang der Verdrängung, dem „Tiefschlaf“, übergeben. Und nun versuchen sehr viele Menschen, einfach weiter zu „schlafen“ , zu verdrängen und weiter zu machen wie bisher. Das ist der bequemere Weg, der Weg des geringsten Widerstandes und um den gehen zu können, darf denen, die die „Schlafenden“ zum lebendigen Aufwachen bewegen wollen, keine Hilfe erteilt werden. Deshalb müssen Gelder selbstverständlich insgesamt, von wem auch immer, verweigert werden. (Schon der ganz „normale Normalbürger“ will doch im Grunde genommen mit dem Thema nichts zu tun haben. Das Thema wird ausgegrenzt, Betroffene werden ausgegrenzt. Freunde macht man sich mit dem Thema kaum….) – Das sind meine Gedanken dazu im Moment….

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