Scharfe Kritik an Haltung des Bistums

16.10.2017: Hildesheimer Allgemeiner Zeitung

Hildesheim – Ob der frühere Hildesheimer Bischof Heinrich Maria Janssen Jugendliche sexuell missbraucht hat oder nicht, wird sich wohl nie aufklären lassen. Zu diesem Schluss kommen die Gutachter des Münchner Instituts IPP, die das Bistum Hildesheim mit der Aufarbeitung der Fälle Janssens und des früheren Jesuitenpaters Peter R. beauftragt hatte.

Mit Blick auf den Fall R. übten die Gutachter teilweise scharfe Kritik am Vorgehen des Bistums. Weihbischof Heinz-Günter Bongartz bot deshalb seinen Rücktritt an. Der amtierende Bistumsleiter Nikolaus Schwerdtfeger lehnte das Ansinnen aber ab.
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Ein Kommentar

  1. hildegard schreibt am :

    Wahrheiten lassen sich eben nicht verbergen – auch nicht in noch so katholischen Milieus, wie der Irland-Bericht vom 25.3. zeigte.
    In lauter “katholischsten” Ländern zerstören die männlichen, mafiaähnlichen Strukturen der römischen Kirche den (wie christlichen?) Geist der Gesellschaften: “Der Herr” bleibt unbehelligt im Halbschatten der Justiz. Die Folgen vor allem für Frauen und Kinder sind fatal – von lebenslang bis tödlich https://netzfrauen.org/2014/10/27/schweigen-wie-bei-der-mafia-der-tragische-tod-der-luisa-bonello/ – ein seit Jahren offener Fall …
    https://netzfrauen.org/2017/01/10/kirche/ Francesco Zanardi, Gründer der italienischen Organisation „Rete L’abuso“ (Netz gegen den Missbrauch): “Unsere Arbeit ist in Italien nicht sehr populär, die Leute ziehen es vor, die Augen zu verschließen und so zu tun, als gäbe es Kindesmissbrauch nicht, insbesondere im kirchlichen Bereich. … Es gibt ein ganz, ganz einfaches System, das Problem in den Griff zu bekommen, nämlich die Bischöfe zu verpflichten – und das kann der Papst direkt tun – die Fälle zur Anzeige zu bringen. Und genau das tut er nicht. Dabei wäre es eine ganz einfache Lösung, denn dann würde sich die zuständige Zivilbehörde damit befassen, also die Staatsanwaltschaft. ”
    https://netzfrauen.org/2017/05/28/vergewaltigung-freibrief/ – auf den Philippinen werden Babys vergewaltigt, Mädchen vor Schulen zur Prostitution entführt – ein Aachener verbreitete den Onlinesex, Hehler zahlen, irgendwo auf dieser Welt sitzt jemand vor dem Bildschirm und ergötzt sich an solchen Taten, ohne dass er dafür zur Rechenschaft gezogen wird …

    Päpste und Politiker parlieren von Humanität, vergessen dieselbe nach der Wahl, fürchten fällige Paradigmenwechsel, kümmern sich um ihre Gewinne, ignorieren die Blinden Flecke und Toten Winkel, in denen dann unsere Kinder verwahrlosen, krank und kriminell werden. Todsicher.

    Wer unter die Räder gerät hört kaum je ein Pardon. Überlebende sexueller Gewalt bleiben Opfer, schämen sich und zahlen lebenslänglich selbst für eine Schuld, die nicht ihre ist.

    Scham und Schuld müssen die Seiten wechseln, jetzt!

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