Berichte über schwere sexuelle Belästigungen im EU-Parlament

23.10.2017: YahooNachrichten

Im Zuge des Weinstein-Skandals beginnen nun auch Mitarbeiterinnen des Europaparlaments über das Thema sexueller Missbrauch zu reden. Ihre Berichte sind alarmierend. Auch deutsche Abgeordnete sollen Frauen belästigt haben.

Brüssel (dpa) – Auch im Europaparlament soll es zu Fällen schwerwiegender sexueller Belästigung gekommen sein. EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani sprach in Straßburg von schockierenden Anschuldigungen und kündigte Beratungen des Präsidiums zum Thema an.

Eine externe Untersuchung, wie von einem sozialdemokratischen Abgeordneten angeregt, soll es nach seinem Willen aber vorest nicht geben. Weiter lesen…

5 Kommentare

  1. elfi schreibt am :

    Endlich – oder warum jetzt? Durch Weinsteibn #metoo rollt eine Lawine! Jetzt reden sogar deutsche PolitikerInnwn (wie Barley) und andere Promis.
    Und uns wird kaum geglaubt: Ach? als Ind sexuell missbraucht, als Jugendliche Sexuelle Belästigung und Vergewaltigung – gibt es doch nicht!
    Ja, fast jede (oder auch jeder, wir wissen doch, auch Frauen baggern Männner an, der Karriere wegen) hat es schon erlebt.
    Wem kommt da nicht alles wieder hoch, was er erlebt hat. Bei mir vieles, nicht zuletzt, wie man von Ämtern behandelt wird u.ä.
    Dann handelt endlich, Politiker! Es muss nicht jeder verurteilt werden, aber wer so sein Amt missbraucht und andere schädigt bekommt Disziplinarverfahren, darf keine leitende Stelle ausüben, strafversetzen und Geldstrafe ist da angebracht, das tut denen weh.

  2. Karl Görtz schreibt am :

    Was ist der Unterschied zwischen Sexismus oder auch sexuelle Belästigungen und sexualisierter Gewalt im Kleinkindalter?

    Wenn heute von Sexismus auf allen Kanälen gesprochen wird, weiss das Opfer, was Sexualität ist und kann sich wenn möglich wehren. Wenn es sich nicht wehren kann, ist das Vergewaltigung und kein Sexismus. Ich rate daher davon ab, diese ganzen hochkommenden sexuellen Prominentenskandale nicht mit der sexualisierten Gewalt im Kleinkindalter zu verwechseln. Im Kleinkindalter wird das Urvertrauen in andere Menschen durch sexualisierte Gewalt = Vertrauensmissbrauch wegen Unkenntnis von Sexualität – schon sehr früh zerstört. Das nennt man auch die Zerstörung der Lebensgrundlage.

    Ich wusste mit 10 Jahren nicht! was Sexualität bedeutet als ich mehrmals mit einem Fussballtrainer nach dem Training in den Wald fuhr weil er mir das Autofahren beibringen wollte. Ich hatte damals zu diesem Trainer absolutes Vertrauen. Mein Vertrauen zu mir hat er ganz langsam aufgebaut ( Ball zuspielen, stoppen usw.) um mich dann irgendwann sexuell in seinem Auto zu missbrauchen. Ich wusste mit 10 Jahren nicht, welche Auswirkungen das mal auf mein späteres Leben haben wird denn ich habe ab diesem Zeitpunkt bereits diese Auswirkungen gelebt. Haben viele gesehen, haben aber geglaubt, der ist nun mal so wie er sich gibt. Eine stille Natur halt, schüchtern, aber ehrgeizig = dauerhaftes Bemühen über Jahre hinweg, das Selbstwertgefühl wiederzuerlangen. – Heute weiss ich, dass mein Leben ganz anders verlaufen wäre, wenn dies nicht passiert wäre. Ich wäre lebensfroher gewesen.

    Ich bitte deshalb darum, sexualisierte Gewalt im Kindesalter und die derzeit aufkommenden Prominentenskandale nicht inflationär zu beurteilen. Ich gehe erst mal davon aus, dass diese aufkommenden Skandale in höchsten Regierungskreisen nicht das Ziel verfolgen, die Skandale aus 2010 endgültig platt zu bügeln von denen man allerdings eh nicht mehr viel hört.

  3. Hubert schreibt am :

    tja, da hat man wohl eine große Lawine ans Rollen gebracht, welche kaum noch zu stoppen ist.
    Dann laß uns mal alle zu Gott beten, dass er uns die Kraft gibt, all das zu vergeben – oder wie war das noch?
    Nein, so banal geht es dann wohl doch nicht, oder?
    Dennoch hat man es mit dem Ansatz zunächst versucht.
    Und diese Art der Verhöhung wird auch fleissig durch viele Instanzen weitergeführt und gedeckelt durch die Verantwortlichen in unserem Land. Dabei hat die Lawine bereits eigene Reihen erreicht.
    Die Betroffenen werden schon lernen, wie man das ertragen kann. Man hilft denen dabei immerhin mit einem großen Angebot an Therapien, wo meist gelehrt wird, wie man das alles besser ertragen kann.
    Nur wirklich dauerhaft geändert wird an der Situation für Betroffene meistens wenig.
    Diesbezüglich mag es Ausnahmen geben, welche bekanntlich die Situation nur bestätigen.

  4. elfi schreibt am :

    Entschuldigung für die vielen Tippfehler vom 26.10.17!!! will ich noch beifügen:

    Das mich der Beitrag von Herrn Rörig in der FAZ am 19.10.17 aufgeregt hat:“Neues Kapitel im Kampf gegen sexuelle Gewalt“ und bezieht sich auf die Kampagne #metoo.

    (nun versuche ich das 3. Mal den Beitrag zu senden, weiß nicht woran es liegt, hoffentlich kein Virus)

  5. Ka schreibt am :

    Leider kann ich nur noch zynisch kommentieren…..
    Ich bekam eine Petition mit der bitte um Unterschrift, um die armen von Sexismus betroffenen Eu Parlamentarierinnen zu supporten mit meiner Unterschrift. HÄÄÄ???, das Volk soll die Regierenden stärken gegen die ungerechtigtkeit, die sie erfahren….
    Ist schon klar die amren Eliten, haben natürlich keine eigenen handlungsspielräume-evtl wäre ja die Karriere in Gefahr….Die Hochqualifizierten sind natürlich ganz besonders Schutzbedürftig…..

    zeitgleich wurde ich zum Jobcenter vorgeladen, trotz Krankheit- (wen interessieren schon Grundrechte beim Pöpel)…. und ich wurde angeraunzt, warum ich so lange krankgeschrieben wäre, das wäre hier kein Bedingungsloses Grundeinkommen und über Angelegenheiten wie den Gesundheitsfragebogen schlicht belogen- hinterher hatte ich Suizidgedanken……

    Bei den Reichen die die Therapien machen können die sie wollen und in den ulraub fahren und so weiter sind sexuelle Übergriffe was ganz schlimmes…… bei denen die bessere Chancen haben darüber leichter hinwegzukommen, durch mehr selbstbestimmungsmöglichkeiten…..und auch die längere lebenserwartung haben….
    Auch bei der Fachberatungsstelle bei der ich beratung hatte wurde mit zweierlei Maß gemessen….die beklagenswerten Toten und die nichtbeklagenswerten Toten von Judith Butler kommen mir da in den Sinn- und ich würde es auch auf die beklagenswerten Opfer (von sexualisierter Gewalt, Sexismus etc) und die nichtbeklagenswerten Opfer erweitern….
    Die Beraterin erklärte mir das die wenigen Teilhabemöglichkeiten, die mich in der Symptomatik gefangen hielten eigentlich mit meiner Glücksfähigkeit nichts zu tun hätte- da sie bei ihren zahlreichen Fernreisen sah wie glücklich die armen dort seinen auch wenn sie weggetreten werden….
    da wurde sehr klar eingeteilt in welche kathegorie ich gehöre und in welche Kathegorie die, in einer Fachberatungsstelle arbeiten…….
    Für mich war das sehr grausam und schädlich.

    Ich beobachte wie es Wirbel auslöst, als eine berliner Politikerin von sexismus berichtet und die medien sich darauf stürzen- was sie zurecht natürlich als Sexismus kritisiert- irgnetein politiker hätte nicht mit einer so jungen und schönen Frau gerechnet………..
    zeitgleich gibt es eine kleine MedienRandnotiz über Prositution von geflücheten Männern wie Frauen, die von den Sicherheitsleuten die dafür bezahlt wurden vermittelt wurden bzw die Zuhälter traten direkt an die Heime über die Sicherheitsleute heran in Berlin- das trat keine so empörten weiteren Presse Reaktionen hervor-

    Ich will nichts beschönigen wer auch immer Sexismus, sexualisierte Gewalt oder zwangsprostituiton erfährt, hat es nichts verdient, aber ein derartiger zwei klassen umgang hat meine Sympathie nicht…….

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