Australien entschädigt Opfer

09.03.2018: ZDF heute

Der sexuelle Missbrauch von Kindern wurde in Australien über Jahrzehnte hinweg vertuscht. Jetzt erklären sich die ersten Bundesstaaten zu Entschädigung bereit.

In Australien sollen Opfer sexuellen Missbrauchs vom Staat bis zu umgerechnet etwa 94.000 Euro Entschädigung bekommen. Die beiden größten Bundesstaaten New South Wales und Victoria kündigten an, von Juli an Geld an Frauen und Männer auszuzahlen, die als Kinder durch Mitarbeiter öffentlicher Einrichtungen missbraucht wurden.

Dort sind etwa 14.000 Menschen betroffen. Insgesamt geht es dabei in Australien jedoch um mehrere zehntausend Fälle aus den Jahren 1960 bis 2015. Weiter lesen…

4 Kommentare

  1. hildegard schreibt am :

    Vertrauen wir dem Staat?

    Dass Autokonzerne manipulierte Diesel auf eigene Rechnung umrüsten sollte selbstverständlich sein.
    Wer seine Macht über einen anderen Menschen missbrauchte muss selbstverständlich für Folgekosten aufkommen.

    Kein Kind ist im Nachkriegs-Deutschland vor gewaltsamen Übergriffen geschützt worden. Kinder blieben im Rechtsstaat jeglicher Gewalt schutzlos ausgeliefert. Ein Kind ist ein Mensch. Ein Kind besitzt Menschenrecht. Ein Menschenrecht, das per Gesetz verjähren musste, um diesen Gewalt-Täter vor gerechter, vor angemessener Wiedergutmachung zu schützen!
    Infolge völlig falscher Einschätzungen haben Kirche und Staat Seelenmord-Verbrecher aus eigenen Reihen geschützt. Warum?

    Ist unsere Demokratie zu schwach Recht zu sprechen?

    Die australische Justiz erkennt das eigene Unrecht, staatliches und kirchliches Versagen. Politik sorgt für jedes der von Kirche und Staat betroffenen ehemaligen Opfer mit einer echten Überlebenshilfe. Aus dem Steuertopf. Nicht mehr, nicht weniger.
    Der Fokus wurde auf Verursacher gerichtet, die ein Rechtsstaat zur Verantwortung zu ziehen hat: Verursacher aus der Mitte einer Gesellschaft, die den Einsatz von Waffen segnen liess, die jegliche Folgen ausblendete.
    Eine von Gewalt geblendete Gesellschaft ließ ihre Schwächsten fallen, “Auge um Auge”, “Zahn um Zahn”, und schob “Starke” in Amt und Würden?
    Eine erblindete, zahnlose, von Grund auf geschwächte Gesellschaft!

    Wie anders als konsequent auf dem Weg der Wahrheit will sich ein Gemeinwesen von diesem WAHN-Sinn verabschieden? …!

    Wie werden minderjährige Opfer aus all den privaten Bereichen zu entschädigen sein, deren Täter(-Väter) ihre fragwürdigen Vorbilder in eben der Kirche / dem Staat gefunden hatten? …!

  2. Hubert schreibt am :

    Anderswo wird finaziell entschädigt, hierzulande denkt man immerhin an Betroffene!
    Die Entschädigung wird hier also überwiegend auf psychischer Ebene geregelt, sozusagen eine virtuelle Traumentschädigung?
    Eher doch wohl eine finanzielle Unterstützung für die verantwortlichen bzw. zuständigen Institutionen hierzulande.
    Und in Einrichtungen können Betroffene dann lernen, diesen Zustand zu ertragen. Ist das eine Verknotung der Moral oder ist es sogar ernst gemeint?

  3. Elfi schreibt am :

    Es ist wirklich eine nicht zu akzeptierende Zumutung, wenn man um sein Recht lt. OEG klagen muss, als Klägerin wird man wie Täter behandelt, die Täter werden mit Samtpfötchen angefasst und als glaubwürdiger dargestellt.
    Ja, Angeklagte haben das Recht zu schweigen, aber auch Lügen über die Angeklagte zu erzählen, Zeugen zu Falschaussagen zu bewegen (dies ist theoretisch strafbar), wird wohlwollend so akzeptiert, weil man gar nicht Entschädigung an Opfer zahlen möchte. So stellt es sich auf jeden Fall dar.
    Australien sollten sich unsere Politiker als Vorbild nehmen, und Entschädigung an die Geschädigten hier im Lande zu zahlen.
    Aber anscheinend gibt man lieber Geld aus, um wie die BAMF in Bremen, noch Straftäter, darunter viele Sexualstraftäter, ins Land zu holen, an statt für mehr Sicherheit und Gerechtigkeit für Opfer (auch potenziell) zu schaffen.
    Justiz- und Innenministerium waltet eures Amtes !!!
    Gilt auch für Kirche !!!

  4. Peter Paulinus schreibt am :

    Gemäß der Entschädigung der Regierung über das OEG, scheint es ja keine Opfer zu geben, auch wenn es eine Entschädigung geben würde, ist das doch nur noch ein Witz!
    Anstatt Entschädigung, wegen des Versagens eines Jugendamtes, nimmt man dem Opfer noch obendrein die Kinder weg, ist das Entschädigung der Opfer , oder eher eine Entschädigung des Korrupten Sozialsystems, die wiederum mit den Kindern von Opfern Kasse machen? Aber es ist ja gar nicht soschlimm, wenn es um Entschädigung geht, die Opfer sollen sich mal nicht so anstellen, immerhin haben es die Täter im Knast viel schwerer, das ist schon so richtig formuliert, daß die Täter mit Samtpfötchen angefasst! Vielleicht sollte man den Täter noch Entschädigen, weil schließlich ist das Opfer ja der Täter!
    SO EIN DRECKIGES KORRUPTES SYSTEM!!!!

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