Mein Krebs und der Vatikan

22.04.2018: netzwerkB Pressemitteilung

netzwerkB Pressemitteilung vom 22.04.2018

Der Vorsitzende von netzwerkB, Norbert Denef, nimmt zu seiner Krebserkrankung wie folgt Stellung:

Warum konnte dieses Krebsgeschwür in meinem Darm wachsen, darüber denke ich sehr oft nach.

Die Schulmediziner sind der Meinung, dass ich einfach nur Pech gehabt hätte: Die Krebszellen hätten sich zufällig an dieser Stelle getroffen und seien deshalb immer größer geworden.

Die Psycho-Experten sagen, dass Krebs durch Ärger, negativen Stress, eine ungesunde Ernährungs- und Lebensweise sowie Bewegungsmangel entstehen könnte.

Forscher konnten jetzt in der Studie „Innervating Prostete Cancer“ (http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2018/04/Innervating-Prostate-Cancer.pdf)

nachweisen, dass es eine Verbindung von Nervenbahnen zwischen gesunden Zellen und Krebszellen gibt. Das bedeutet, dass das Wachstum der Krebszellen über die Nervenverbindungen eine bestimmte Abhängigkeit zu den gesunden Zellen darstellt.

Dass Krebs durch Ärger entstehen kann, hat Julius Hackethal schon vor vielen Jahren behauptet. Bei einem Kongress in Lahnstein sagte er: „Wenn Sie Ärger mit Ihrem Chef haben, kündigen Sie sofort, denn durch Ärger entsteht Krebs.“

Diesen Satz hörte ich 1990 während meiner Ausbildung zum Gesundheitsberater bei Dr. Max Otto Bruker.

Meinem „Chef“ kündigen, über den ich mich schon viele Jahre ärgerte, das war nicht so einfach – da ich 35 Jahre lang schwieg, musste ich erst die Sprache dafür erlernen.

1993 war es dann soweit: bei einem Geschwistertreffen, im Beisein der beiden Täter, berichtete ich über meine erlebte sexualisierte Gewalt. Ich beendete damit das Abhängigkeitsverhältnis zu den Tätern.

Von meiner Herkunftsfamilie wurde ich daraufhin ausgegrenzt – bis heute.

Der Priester, der mich sechs Jahre lang vergewaltigte, wurde vom Vatikan geschützt. Die Kirche versuchte mich mit 25.000 Euro wieder zum Schweigen zu bringen. Eine Aufarbeitung der Verbrechen hat bisher nicht stattgefunden.

Gegen das Verschweigen solcher Verbrechen kämpfe ich seit 25 Jahren. Mein langer Weg ist öffentlich bekannt: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Norbert_Denef

Vielleicht hätte ich heute keinen Krebs, wenn es die Ausgrenzung durch meine Herkunftsfamilie und das Verschweigen der Verbrechen des Vatikans nicht gegeben hätte.

Für meine Krebsbehandlung versuche ich alle Kräfte zu bündeln und befinde mich deshalb seit 4.03.2018 in einer Schweigephase.

Für Rückfragen:
netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.
presse [at] netzwerkb.org
www.netzwerkB.org

Ein Kommentar

  1. Sandra schreibt am :

    Sehr geehrter Herr Denef!
    Die Ursache für Ihre Erkrankung liegt auf der Hand, und es gibt eine Heilung.
    Bei Interesse, schicken Sie mir einfach eine Mail!
    Alles Gute und viel Kraft!!!!!!!!!!!!!!

Artikel kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Artikel aus den Medien

ARD BRISANT ARD Tagesschau Augsburger Allgemeine Badische Zeitung Berliner Morgenpost Berliner Zeitung DER SPIEGEL derStandard.at DER TAGESSPIEGEL derwesten.de DEUTSCHE WELLE Deutschlandfunk Deutschlandradio DiePresse.com diesseits.de DIE WELT DIE ZEIT FOCUS Frankfurter Allgemeine Frankfurter Rundschau Hamburger Abendblatt Hannoversche Allgemeine Humanistischer Pressedienst Kölner Stadt-Anzeiger Leipziger Volkszeitung Lübecker Nachrichten Mitteldeutsche Zeitung n-tv N24 NDR.de NDR Info Neue Zürcher Zeitung nordwestradio Publik-Forum Saarbrücker Zeitung SPIEGEL ONLINE stern.de SÜDWEST PRESSE Süddeutsche Zeitung taz TP Presseagentur Berlin WAZ WELT ONLINE ZDF heute ZEIT ONLINE