Vor einem Vierteljahrhundert

29.01.2019: netzwerkB

Liebe Mitglieder und Freunde von netzwerkB,

vor einem Vierteljahrhundert habe ich im Familienkreis, im Beisein der beiden Täter, mein Schweigen über die erlebte sexualisierte Gewalt gebrochen.

Die 35 Jahre davor konnte ich nicht darüber reden. Angst, Scham und Schuldgefühle haben mein Leben geprägt.

Mein einziger Gesprächspartner war Jesus.

Jeden Sonntag bin ich als Messdiener, sehr oft auch an Wochentagen, in die Kirche gegangen. Dort habe ich Jesus immer sehr vermisst. Nachts, wenn ich nicht schlafen konnte, war er für mich da.

Ich bin davon überzeugt, dass Jesus bewusst kirchliche Einrichtungen meidet – zu viel falsches wird dort über ihn erzählt.

In meinem Buch „Ich wurde sexuell missbraucht“, welches 2007 erschien, schilderte ich meine persönlichen Erlebnisse. Diese Ausgabe habe ich überarbeitet und da ich die Rechte zurück erworben habe, kann ich nun dieses Werk kostenfrei allen Interessierten online zur Verfügung stellen. Folgender Link berechtigt zum Lesen:

https://docs.google.com/document/d/10wndEvXajnlbxQHuISnf1xJi64zSveGK3GBqOL7kHSU

Über meine Öffentlichkeitsarbeit, seit 1994, berichte ich in meinem Buch „Alles muss raus“. Es steht ebenfalls für Interessierte kostenfrei online zur Verfügung. Ergänzungen und neue Aktivitäten füge ich nachträglich ein, sodass beim herunterladen immer die aktuellste Version angezeigt wird. Folgender Link berechtigt zum Lesen:

https://docs.google.com/document/d/1CwRm4KzjsmoxiVYWjzBmGNZjuJTBF2VqMVYC9VvBYHg

Ohne ein Netzwerk Betroffener hätte ich die Öffentlichkeitsarbeit des vergangenen Vierteljahrhunderts nicht leisten können – dafür bin ich sehr dankbar.

Herzliche Grüße

Norbert Denef

Schulstr. 2 b
23683 Scharbeutz
Telefon: +49 (0)4503 892782
Mobil: +49 (0)160 2 13 1313
norbert.denef [at] denefhoop.com
www.denefhoop.com

2 Kommentare

  1. Sabrina Eckert schreibt am :

    Alles Gute für dich, lieber Norbert!
    Ich bewundere dich für deine Kraft und bin dir unendlich dankbar dafür, dass du mir schon seit so vielen Jahren ein Vorbild bist und mich dazu ermuntert hast, ebenfalls mein Schweigen zu brechen und an die Öffentlichkeit zu treten.

  2. Christina Ammouri schreibt am :

    Ich habe nur eine Frage. Deine regelmässigen Besuche bei Pfarrer Kamphusmann in den 70er Jahren, als er in Langenweddingen war, waren das Konfrontationsversuche als Therapie

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